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Waste Of Time

Global Game Jam ’10 Keynote from Ste Curran on Vimeo.

Ja nee, eben nich!

Nein, Teflon wurde nicht von der Nasa erfunden:

Entgegen einer weitläufigen Meinung ist PTFE kein Nebenprodukt der Raumfahrt. Es wurde bereits 1938 von dem Chemiker Roy Plunkett durch Zufall entdeckt, als er auf der Suche nach Kältemitteln für Kühlschränke mit Tetrafluorethylen (TFE) experimentierte und eines Morgens statt Gas nur noch weiße Krümel in der Flasche fand.

Umgangssprachlich wird dieser Kunststoff oft mit dem Handelsnamen Teflon® der Firma DuPont bezeichnet. Weitere häufig verwendete Handelsnamen anderer Hersteller von PTFE sind Dyneon PTFE (ehemals Hostaflon) und Gore-Tex für PTFE-Membranen. (Quelle: Wikipedia)

</KlugscheisserMode>

Mein (Geheim)Tipp für 2010

Photo: Russell Peters (Source: Wikipedia; Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0)Noch in keinem Jahr in meinem Leben zuvor habe ich so viel Kontakt mit Indern gehabt wie in 2009. Als Deutscher waren mir Inder immer sehr fremd und ich hatte so meine Probleme gehabt gegen meine eigenen Vorurteile anzukämpfen, bis ich endlich eine Lösung fand: Russell Peters.

Russell Peters ist ein in Los Angeles lebender Canadier, dessen Eltern aus Indien stammen. Er sieht aus wie ein Inder -  redet allerdings dialektfrei Englisch und  hat ein unglaubliches Talent auf der Bühne.

Seine Bühnen-Programme drehen sich inhaltlich um Vorurteile bezüglich Indern und dem indischen Dialekt. Seine Art zu improvisieren und vor zehntausenden Leuten aufzutreten ist wahnsinn.

Ich empfehle euch, schaut euch seine Programme an. Take it, and go. ;-)

(Bildquelle: Wikipedia)

Wie war das doch mit der Beförderung?

Mehr zu persönlichen Inkompetenz-Endstufen und einem ‘Ah!’ Effekt:

Quelle: leider nicht bekannt

Ich habs verstanden

Learning by burning: Ich hab mich ja tatsächlich öfter gefragt wieso The Kooks immer besoffen auf der Bühne rumstehen. Wenn man mal Vorträge oder Präsentationen vor größeren Menschenmassen halten muss, kapiert man den Zusammenhang zwischen Auftritten und Alkohol ziemlich schnell. ;-)

Zitat des Tages

Der Kollege, beim binden der Krawatte, kurz vor eintreffen des Kunden:

Seit ich 10kg zugenommen habe, ist die Krawatte eindeutig kürzer geworden!

whining is the evil twin of vision

Ich liebe es ja den “alten Machern” zuzuschauen, wenn sie über die Stolpersteine und Geschichten aus der Vergangenheit reden. Warum? Weil mir persönlich solche Geschichten mehr geben als jedes Lehrbuch oder jede noch so gut gemeinte Liste von Vorschlägen oder Regeln.

Meistens nehme ich mir vor über diese für mich wertvollen Videos hier zu schreiben, aber ihr wisst ja wie das ist. Dieses mal habe ich es jedenfalls nicht vergessen und verlinke hiermit ein Video zum Talk von Dave Hitz (NetApp Mitgründer) an der Princeton University.

Er beschreibt in unterhaltsamen Geschichten aus der Vergangenheit seinen holprigen Weg vom technischen Entwickler zum leitenden Manager. (engineer to executive) Ich hätte eine Geschichte exemplarisch gerne übersetzt, aber sie verliert im Deutschen irgendwie ihre Witzigkeit. Wer kein Problem mit Englisch hat und schon immer wissen wollte wie man einen Bullen kastriert – einfach mal reinschauen oder reinhören. Viel Spaß! ;-)

Wir hätten da gern mal ein Problem

Wieso sind die einfachsten Lösungen immer die, die aus den windigsten und seltsamsten Gründen bzw. Abhängigkeiten auf gar keinen Fall genommen werden können?

Bis vor kurzem war mein favorisierte Problembeschreibung noch immer das klassische “Gestern gings noch.”. Mittlerweile hat sich das geändert. Auf Platz 1. steht nun:

Das ist aus historischen Gründen so. Das ging damals nicht anders!

Greetings from the field, auf der Suche nach Lösungen, deren Probleme eigentlich gar nicht existieren würden, wenn es die Vergangenheit nicht gäbe. (kleine Anflüge von Poesie bitte verzeihen, danke!)

Dem Kunden so nah

Auf Arbeit trage ich oft/meist ein Schlüsselband – oder neusprech “Lanyard” – mit meiner Zugangskarte dran. Das hat verschiedene Vorteile: Erstens ich vergesse diese blöde Karte nicht, zweitens kann ich mich damit einfach ausweisen und drittens verliert man die Karte damit nicht so schnell wie mit diesen Hosenclips.

Manchmal kommt es vor, dass ich selbst nach Feierabend dieses Schlüsselband noch trage, einfach weil ich vergesse es abzunehmen. Und so kam es, dass ich kürzlich durch die Stadt damit irrte. Im Kaufhaus passierte es dann… “Entschuldigen Sie vielmals, aber arbeiten Sie bei Arcor?”, fragte mich eine junge Frau mit Kind und schaute mich fragend an.

In Deutschland tendieren Firmen leider dazu Kunden zu hassen und abstoßend zu behandeln – ganz nach dem Motto: Das Leben könnte so schön sein, wenn nur die blöden Kunden nicht wären. Ich persönlich hasse so etwas und wie Kunden darauf reagieren, kann man zum Beispiel bei Volker Weber nachlesen. Schlechter Umgang mit Kunden fängt für mich bei kostenpflichtigen und schwer erreichbaren Service(ruf)nummern an und hört bei unmotivierten bis unfreundlichen Mitarbeitern mit Kundenkontakt auf. Liebe Gewerbetreibende … wenn ihr nicht wollt, lasst es doch einfach!

Zum Glück hat man als Kunde in Deutschland die Möglichkeit zwischen mehreren Anbietern auszuwählen. Persönlich empfinde ich es als Ehrensache, dass der Kunde sich wohlfühlt, auch wenn ich nie im Kundenservice oder Support gearbeitet habe – das gehört sich einfach so! Und die Frau im Kaufhaus? Ich gab mich als Mitarbeiter zu erkennen, schrieb mir ihre Daten auf und klärte ihr Anliegen mit unserer internen Serviceabteilung. Mit etwas Glüc k habe ich dafür gesorgt, dass sie auch in 2 Jahren nach Ablauf ihres Vertrags bei Arcor bleibt und genau das ist es doch, was man als Firma haben möchte: Langzeitbindung zufriedener Kunden. Oder nicht?

Weiter gehts mit Musik. (danke Torsten :P)

Weisheiten anderer

Ich halte es nicht für besonders kreativ ständig andere Leute zu zitieren, aber manchmal treffen einige den Nagel einfach auf den Kopf. Ziemlich oft schafft das Rusty Walther im Blog “Lessons from a Life of Service – Rusty’s Rants on Leadership, Technology, Customers Support and Corporate Survival”.

Rusty als ‘Senior Vice President of Global Support’ bei NetApp wurde gefragt, was die 10 wichtigsten Punkte sind, auf die seine Angestellten achten sollten, um den weltbesten Kundensupport zu liefern. Seine Antworten, frei ins Deutsche übersetzt:

  1. Bei jeder internen Besprechung frage dich: ‘Was würden unsere Kunden denken, wenn sie das hören könnten?”
  2. Wenn du einen Fehler machst, gehe sicher, dass du ihn zu Gunsten des Kunden machst.
  3. Danke daran, dass du deinen persönlichen Schreibkram erst dann erledigst, wenn die Probleme deiner Kunden gelöst und deine offenen Punkte erledigt sind.
  4. Langläufige Tickets sind eine Krankheit. Ständige Kommunikation mit den Kunden  ist die Heilung.
  5. Wenn es nötig ist, bitte um Hilfe. Wenn niemand darauf reagiert mache dich bemerkbar und frage lauter!
  6. Deine Kunden wollen ihre Probleme gelöst haben, so schnell wie möglich. Es interessiert sie nicht wie beschäftigt du bist oder welche anderen Probleme momentan wichtiger sind.
  7. Die Zeit heilt nicht alle Wunden: schlechte Nachrichten zu überbringen ist besser als sie totzuschweigen! Die Wahrheit kann weh tun – aber Probleme im Sand verlaufen zu lassen, resultiert auf Dauer in  Kundenschwund.
  8. Wenn du keine Ahnung hast, höre auf rumzuraten. Deine Kunden wollen Lösungen, keine religionsartigen Antworten der Art ‘ich glaube…’.
  9. Eure Chefs arbeiten für Euch, nicht ihr für sie. Sie sind dazu da um Eure Probleme zu lösen! Wenn sie das nicht können, ruft mich (Rusty) an!
  10. Dein Job ist zwar ein wichtiger Teil deines Lebens, aber es gibt auch ein Leben nach der Arbeit. Arbeite hart, kämpfe mit fairen Mitteln, gib alles, höre deinen Kunden zu und löse ihre Probleme so schnell du kannst. Aber am Ende des Tages vergiss nicht nach Hause zu gehen und deiner besseren Hälfte einen Kuss zu geben. Nimm deine Kinder in den Arm, wirf deinem Hund einen Ball zu und denke daran: Noch niemand, der im sterben lag, wünschte sich mehr Zeit im Leben auf Arbeit verbracht zu haben! Nimm dir Zeit für die, die du liebst und genieße sie in vollen Zügen, dann bist du für all die wahnsinnigen Arbeiten gewappnet, die wir dir aufhalsen.

Ich finde es schadet niemanden, wenn man sich solch einfache Selbstverständlichkeiten hin und wieder selbst bewusst macht.