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“Das kann ich nicht”, “das geht nicht”, “das schaffe ich nie” oder auch “ich allein kann sowieso nichts ändern” führen nirgendwo hin! You’re either in or you’re out. Just do it!
Genau meine Rede. Man kann entweder darüber reden und sich beschweren warum man keine Zeit hat gesund zu leben, etwas neues zu lernen, Sport zu machen oder etwas für sich selbst zu tun, oder man tut es einfach. Sicherlich bedarf das einiger Planung, sicherlich bedarf das einer gewissen Portion Disziplin, aber es zahlt sich am Ende aus. Woher man die Zeit nimmt?
Man hört auf sich darüber zu beschweren und Ausreden zu entwickeln wieso man persönlich das alles nicht tun kann, man hört auf 3 Stunden am Abend damit zu verbringen dämliche Castingshows zu gucken und man benutzt die Zeit, die man am nächsten Tag dazu aufgebracht hätte mit den Kollegen darüber zu streiten wieso Castingshow Gast X besser war als Gast Y.
Just do it. And then do it again. No Excuses.
Die Nachrichtensprecherin bei Fritz meint das Internet in Ägypten wäre gestört. Offenbar erwartet ihr Optimismus einen Retter in der Not, der es repariert und alle Ägypter wieder ans Netz bringt. Vielleicht ist ja nur der Stecker irgendwo beim Staubsaugen aus der Dose gefallen. Leider ist die Realität weitaus tragischer. Etwas später … kurz bevor ich den Grund meiner Kaffeetasse sah, stellte ich mir vor, wie das in Deutschland ablaufen würde.
Und da dachte ich an die übergewichtigen Bürohengste der Bundeswehrkaserne bei mir vorn um die Ecke, wie sie versuchen unsere Machthaber vor den Demonstranten im Inland zu schützen, derweil die Bundeskanzlerin unsere deutschen Internetprovider auffordert Deutschland vom Netz zu trennen. So läuft das nicht, nicht in Deutschland, nein. Bei uns wird das Internet in der Realität noch von erfahrenen technischen Helden betrieben, derweil unsere Politiker das Internet ausdrucken und es auch in 20 Jahren noch nicht einmal ansatzweise verstanden haben werden. So schlecht haben wir es in Deutschland gar nicht, und das ist auch gut so!
Hartnäckig hält sich ja in Deutschland das Gerücht man müsse Eier ‘abschrecken’. Diese Mär wird auch freudig im Deutschen Fernsehen verbreitet, wie zum Beispiel im Magazin für Eierkocher “Galileo” auf Pro7. Hätten die Pro7 Eierexperten mal über den Tellerrand geschaut, z.B. zu den Kollegen von ARTE, wüssten sie, dass das Blödsinn ist. Aber seht selbst (Video kann man unten rechts auf Deutsch umstellen):
Karambolage ist übrigens eine Sendung, die sehr zu empfehlen ist. Aber Vorsicht, es droht Bildung!
Ich bin immer wieder erstaunt wenn man mir Fremdwörter an den Kopf wirft, mit denen ich nichts anfangen kann. Blöderweise passiert das in der letzten Zeit häufiger – also werde ich entweder dümmer oder es gibt einen neuen Trend mehr und mehr Fremdwörter zu benutzen, um garantiert nicht verstanden zu werden. Soeben las ich folgende Aussage:
Einen Quantensprung konnte ich hingegen bei meinem SAP Double-Stack System auf VMWare beobachten [...] (Quelle: Alternate)
Was ist also ein Quantensprung. Wikipedia klärt auf:
In kleinsten (atomaren und subatomaren) physikalischen Systemen sind die Übergänge zwischen den Zuständen nicht kontinuierlich, sondern immer quantisiert. Somit beschreibt der Begriff Quantensprung hier nichts Besonderes, sondern Quantensprünge sind die einzig möglichen Zustandsänderungen in solchen Systemen. Da sich die Quantenmechanik mit atomaren und subatomaren Systemen befasst, sind diese Übergänge zudem sehr klein und in den meisten Fällen nicht mit einer qualitativen Veränderung des Gesamtsystems verbunden. Einfach gesagt ist ein Quantensprung eine Zustandsänderung in einem sehr kleinen System, also eine sehr kleine Änderung der Wirklichkeit. (Quelle: Wikipedia)
Wer also von Quantensprüngen redet, will eigentlich aussagen, dass die Änderung sehr klein, wenn nicht sogar kleinstmöglich war…. oder (und das ist das schöne an Fremdwortmissbrauchern), wie Wikipedia aufklärt: Eine Metapher für eine große bzw. bedeutende Veränderung. Im Zweifel darf man sich das vermutlich aussuchen.
Dieser Artikel ist übrigens ein Quantensprung in der Geschichte der deutschen Sprache!
Wenn man genau hinhört, kann man Dieter Nuhr auf dem 1996er Album “Nuhr am nörgeln” schon laut darüber witzeln hören wie viel besser es doch damals war. Und im Prinzip macht er das auch heute noch. Ich frag mich dabei immer, ob es jemals einen Punkt gab an dem alles noch “gut” war und was das schlechter werden ausgelöst hat. Und was wäre gewesen, wenn er damals schon gewusst hätte, dass es quasi nur noch schlimmer wird?
Was ich eigentlich damit sagen will ist, dass es garantiert keine schlechte Idee ist sein eigenes Gejammer aufzunehmen und es sich 10 Jahre später anzuhören. Vielleicht ist das ein passender Ansporn, um mal vom miesepetrigen wegzukommen und dafür zu sorgen in 10 Jahren glücklicher und besser dazustehen, anstatt dann traurig auf die Vergangenheit zurückzuschauen.
Es ist durchaus OK auch mal mit sich zufrieden sein. Also tut das mal, am besten jetzt gleich und auch mal für eine längere Zeit.
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