Ein eigener Root Server hat seine Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist das Thema Backup, denn die auf dem Server abgelegten Daten sind unter Umständen sehr wichtig. Mails, Datenbanken, ganze Web-Präsenzen oder gar persönliche Daten, die in virtuellen Arbeitsumgebungen gespeichert wurden, sind Daten, die man im Ernstfall wieder haben möchte.
Wer mit seinem Root Server eine Backup-Möglichkeit geliefert bekommt, sollte diese als tunlichst auch benutzen – bequemer geht es nicht. Bei Strato kann man z.B. extra Platz für Backups auf einem FTP Server für 4,99EUR monatlich dazu buchen.
Eine andere Möglichkeit ist es die Angebote der Web2.0 Ära zu benutzen und seine Backups in die “Cloud” auszulagern. Daten, die einmal irgendwo im Internet zwischengespeichert wurden, sind auch zu jeder Zeit wieder von überall abrufbar. Recovery von wichtigen Daten ist damit also von überall möglich, sogar vom Handy.
Ich habe mich dazu entschieden meine Backups bei Dropbox auszulagern. Dropbox ist ein Internet-Service, der es ermöglicht Dateien über mehreren Endgeräte zu synchronisieren. Dazu bedarf es lediglich dem Dropbox Client, den man auf den Endgeräten installieren muss. Dropbox gibt es für Windows, Linux, MacOS oder auch iPhones/iPods. Als kostenloser Benutzer bekommt man 2GB Speicherplatz zur freien Benutzung – für mich für den Anfang mehr als genug.
Backup in the cloud hat allerdings den faden Beigeschmack der Datensicherheit. Lege ich meine Daten ins Internet oder gebe sie einen fremden Anbieter, weiß ich nicht was mit diesen Daten passiert. Bevor ich meine sehr persönlichen Daten also irgendwo in die Wolke lege, sorge ich dafür, dass diese Verschlüsselt werden.
Wie sieht ein Backup auf Dropbox aus:
- Backupuser anlegen
- Dropbox für diesen User installieren (CLI)
- die Maschine an den Dropbox User binden
- GPG Schlüssel erzeugen, mit denen die Backup-Container verschlüsselt werden
Am Ende sorgt ein entsprechendes Script dafür, dass die Backup-Daten mit den richtigen User-Rechten verschlüsselt im Dropbox Verzeichnis abgelegt werden. Im Hintergrund wandert das Backup dann in die Cloud.
Wer keinen anständigen Storage mit brauchbaren Snapshot-Möglichkeiten hat, muss sich in der tollen neuen Web-Welt nur zu helfen wissen. Wer mehr als die freien 2GB Speicherplatz bei Dropbox benötigt, kann mehr Speicherplatz nachkaufen. Anstatt Dropbox könnte man natürlich auch andere Produkte wie zum Beispiel Statos HiDrive benutzen.
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