Tag Archives: Server

In der Hotline hängen…

… um sein Geld kämpfen und nebenbei Backup machen. Beschäftigung am Abend made in 2011. Das Leben ist halt kein Ponyhof.

The Internetz iz all about expertz!

Blauer oder roter Draht?

Auch im Jahr 2010 hat man als moderner Systemadministrator durchaus noch Probleme, die genau so schon im letzten Jahrtausend vorhanden waren.

Moderne Massenspeichersysteme auf Festplattenbasis kommen mit allerlei technischen Schnickschnack daher, der das Leben einfach macht, aber auch seinen Preis kostet. Wenn man darauf verzichtet, hat man heute noch wie schon damals ein einfaches System mit lokalen Festplatten, die durch einen Raid-Kontroller ‘hochverfügbar’ gemacht werden. Oder um es einfach auszudrücken: Man stopft in einen Server 2 Festplatten und spiegelt diese gegenseitig, um im Falle eines Festplattenausfalls keine Daten zu verlieren. (Raid 1)

Was passiert wenn eine Festplatte in solchen Systemen  getauscht werden muss, erinnert mich immer an typische Action Filme: Der Held steht vor der tickenden Bombe, deren digitale Anzeige langsam gen 0 zählt. Er muss sich entscheiden zwischen dem blauen oder roten Draht, um die Welt vor der totalen Zerstörung zu retten.

Mit Festplatten in einfachen Serversystemen ist das quasi genauso. Es sind zwei Festplatten eingebaut. Eine ist kaputt und muss dringend getauscht werden, bevor Datenverlust droht. Aber welche Platte ist die richtige? Das System meint es ist die Platte mit der ID 0 und es gibt keinerlei LEDs oder andere Hilfsmittel, die den Status anzeigen oder sonstwie helfen könnten.

Zählt das System jetzt von links nach rechts? Von oben nach unten? Oder ist es wie bei dem einen großen Enterprise-Storage System, von rechts nach links? Was immer man tut, als Sysadmin ist es leider nicht wie im Film. Man wird treu nach Murphy immer die falsche Platte ziehen und damit das Problem nur vergrößern.

Die Lösung wäre übrigens recht einfach, wenn man angestaubte Konzepte überdenken, moderne Technologien benutzen und einfach mal einen Schritt nach vorn machen würde. Die wenigen Tage nach so einer Bombenentschärfung sind es dann, in denen man schleunigst neue Konzepte und Ideen aufzeigen sollte, bevor das Problem wieder verdrängt wird. IT im Jahre 2010 ist erschreckend oft immernoch wie im Jahr 1996. Hoffentlich ist das bald vorbei.

Switch! Aus bunt wird Server.

Schon seit Ewigkeiten lebt in meinem großen spieletauglichen Windows PC  ein kleiner MAC Mini. Um genau zu sein, einer der ersten Minis, die damals auf den Markt kamen noch mit PowerPC CPU und OSX. Den Kleinen habe ich damals gekauft, um meine Intel Pentium 3 Linux Workstation zu ersetzen. Anfangs reichte mir der Kleine auch, ja sogar World of Warcraft liess sich darauf spielen – damals bevor die Ansprüche stiegen. ;-)

Mittlerweile allerdings ist das MAC OS für den Kleinen veraltet, schon lange wird für die veraltete Plattform nichts mehr von Apple entwickelt und natürlich liefert er auch keine Leistung mehr, die ich heute einfach brauche oder zumindest erwarte.

Also wanderte der Kleine ins Gehäuse des großen PCs und durfte dort bis Heute als quasi Heimserver seinen Lebensabend geniessen. Wie schon erwähnt, wurden Neuentwicklungen für die alte Plattform eingestellt und die Fernwartung ließ dank eines ständig einfrierenden VNC Daemons auch zu wünschen übrig. Also fasste ich den Entschluss und verabschiedete mich nun von Mac OS, um den kleinen mit Linux ‘Ubuntu Server’ zu betanken!

Auch bei Ubuntu wird nicht länger aktiv an einer PowerPC Version gearbeitet, allerdings stellt die Linux Community einen ziemlich aktuellen (10.04) Ubuntu Port bereit! Also einfach das CD Image runterladen, brennen, das alte System sichern und und der Anleitung folgen.

Zur Datensicherung habe ich meine wichtigen Daten auf eine externe Festplatte kopiert. Als Dateisystem habe ich mich für FAT32 entschieden, einfach als kleinster gemeinsamer Nenner zwischen der Apple und Linux Welt. Nach der Installation verhält sich der kleine jetzt wie jeder andere Linux Server. OpenVPN, Samba, Mediatomb, OpenSSH  usw. tun ihre Dienste und mein Heimserver darf endlich wieder mit neuen Features aufwarten. Ich denke damit lassen sich bestimmt weitere 2-3 Jahre locker überstehen!

Der kleine meldet sich nun mit:

$ cat /proc/cpuinfo
processor       : 0
cpu             : 7447A, altivec supported
clock           : 1416.666661MHz
revision        : 1.2 (pvr 8003 0102)
bogomips        : 83.24
timebase        : 41620997
platform        : PowerMac
model           : PowerMac10,1
machine         : PowerMac10,1
motherboard     : PowerMac10,1 MacRISC3 Power Macintosh
detected as     : 287 (Mac mini)
pmac flags      : 00000010
L2 cache        : 512K unified
pmac-generation : NewWorld
Memory          : 1024 MB

Die Installation verlief reibungslos. Das einzige was mich etwas verwundert hat ist, dass der Ubuntu Server Installer mich nicht nach der gewünschten IP Konfiguration fragte. Der “Server” hing dann also per DHCP irgendwie im LAN rum und musste nachträglich auf eine statische IP konfiguriert werden. Kleinigkeiten, die lösbar sind. Also absolut zur Nachahmung empfohlen! :)

Backup in the cloud

Ein eigener Root Server hat seine Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist das Thema Backup, denn die auf dem Server abgelegten Daten sind unter Umständen sehr wichtig. Mails, Datenbanken, ganze Web-Präsenzen oder gar persönliche Daten, die in virtuellen Arbeitsumgebungen gespeichert wurden, sind Daten, die man im Ernstfall wieder haben möchte.

Wer mit seinem Root Server eine Backup-Möglichkeit geliefert bekommt, sollte diese als tunlichst auch benutzen – bequemer geht es nicht. Bei Strato kann man z.B. extra Platz für Backups auf einem FTP Server für 4,99EUR monatlich dazu buchen.

Eine andere Möglichkeit ist es die Angebote der Web2.0 Ära zu benutzen und seine Backups in die “Cloud” auszulagern. Daten, die einmal irgendwo im Internet zwischengespeichert wurden, sind auch zu jeder Zeit wieder von überall abrufbar. Recovery von wichtigen Daten ist damit also von überall möglich, sogar vom Handy.

Ich habe mich dazu entschieden meine Backups bei Dropbox auszulagern. Dropbox ist ein Internet-Service, der es ermöglicht Dateien über  mehreren Endgeräte zu synchronisieren. Dazu bedarf es lediglich dem Dropbox Client, den man auf den Endgeräten installieren muss. Dropbox gibt es für Windows, Linux, MacOS oder auch iPhones/iPods. Als kostenloser Benutzer bekommt man 2GB Speicherplatz zur freien Benutzung – für mich für den Anfang mehr als genug.

Backup in the cloud hat allerdings den faden Beigeschmack der Datensicherheit. Lege ich meine Daten ins Internet oder gebe sie einen fremden Anbieter, weiß ich nicht was mit diesen Daten passiert. Bevor ich meine sehr persönlichen Daten also irgendwo in die Wolke lege, sorge ich dafür, dass diese Verschlüsselt werden.

Wie sieht ein Backup auf Dropbox aus:

  • Backupuser anlegen
  • Dropbox für diesen User installieren (CLI)
  • die Maschine an den Dropbox User binden
  • GPG Schlüssel erzeugen, mit denen die Backup-Container verschlüsselt werden

Am Ende sorgt ein entsprechendes Script dafür, dass die Backup-Daten mit den richtigen User-Rechten verschlüsselt im Dropbox Verzeichnis abgelegt werden. Im Hintergrund wandert das Backup dann in die Cloud.

Wer keinen anständigen Storage mit brauchbaren Snapshot-Möglichkeiten hat, muss sich in der tollen neuen Web-Welt nur zu helfen wissen. Wer mehr als die freien 2GB Speicherplatz bei Dropbox benötigt, kann mehr Speicherplatz nachkaufen. Anstatt Dropbox könnte man natürlich auch andere Produkte wie zum Beispiel Statos HiDrive benutzen.

Große Verzeichnisse löschen per NFS / Linux

Ich wurde heute gefragt wieso es so lange dauert ein großes Verzeichnis mit vielen Dateien zu löschen, welches per NFS gemountet wurde. Angenommen ich habe die folgende Verzeichnisstruktur:

/fileserver/Vorratsdatenspeicherung/
/fileserver/Vorratsdatenspeicherung/2007/Januar/
/fileserver/Vorratsdatenspeicherung/2007/Januar/01/Server1/…
/fileserver/Vorratsdatenspeicherung/2007/Januar/01/Server2/…
[...]
/fileserver/Vorratsdatenspeicherung/2007/Januar/31/Server1/…
/fileserver/Vorratsdatenspeicherung/2007/Januar/31/Server2/…
[...]
/fileserver/Vorratsdatenspeicherung/2010/Januar/31/Server1/…
/fileserver/Vorratsdatenspeicherung/2010/Maerz/02/Server2/…

usw…

und möchte das aus gegebenen Anlass loswerden. Die Vermutung war, dass der Linux Client an den NFS Server nur den Befehl  ‘lösche das Verzeichnis “Vorratsdatenspeicherung”‘  schicken müsste, und den Rest würde der NFS Server dann automagisch tun. Ein Vorgang der innerhalb von 1-2 Sekunden also zumindest aus Client Sicht erledigt wäre. In der Realität sieht das ganze etwas anders aus, weshalb es schonmal eine Weile dauert, bis so ein großes Verzeichnis leer ist.

Warum?

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Weiter gehts, nix passiert!

Nachdem die alte Hardware einfach nicht mehr tragbar war, musste ich quasi im laufenden Betrieb umziehen.

Und irgendwie hats geklappt. Aber das war ja auch zu erwarten … ich als alter Admin Profi! *hust* Auf die nächsten  5 Jahre mit dann hoffentlich besser Support Untersützung, wenns mal nicht mehr gehen sollte – liebe Strato!

Teamspeak 3, Unterschied merkbar

Also ganz ehrlich: Der Unterschied zwischen Teamspeak Version 2 und Version 3 ist spürbar, und zwar nicht nur im Design. Es erinnert ein wenig an Ventrilo, ohne aber den Bezug zu vorherigen Versionen verloren zu haben. Die Sprachqualität hat sich extrem verbessert. Die Tage an denen man Kopfschmerzen durch Teamspeak bekam, sind damit hoffentlich vorbei. Und das Beste: Sowohl Client als auch Server gibts ab sofort direkt für Windows, Linux und MacOS!

Ein Minuspunkt: Ich darf die Sondertasten meiner Tastatur nicht mehr als Push2Talk Tasten benutzen. Ab Version 3 tut TS so, als würden die Tasten gar nicht mehr existieren. Ich hoffe das wird noch gefixt. Bei guter Software aus Deutschland[tm] bin ich da guter Hoffnung. ;-) Den aktuellen TS Client bekommt ihr hier.

Quotes of the day

Von der Filesystem performance tweaking with XFS on Linux Seite:

The main function of access time logging is to make your filesystem slower. Seriously.

It is common knowledge that old school hackers all have large beards. Alan Cox, RMS and maddog are brilliant examples. The reason for this is that growing a beard is the most interesting use of one’s time when the computer is waiting for fsck to finish messing around after a system crash, and on large filesystems, you’ll have plenty of time to waste (this might also be why there are so few female hackers; they can’t grow beards).)

Was man nicht alles findet, wenn man versucht XFS zu verstehen. ;-)

Blizzard: World of Warcraft Technik

Öffentliche Zahlen zu der World of Warcraft Serverwelt:

Auch die Zahlen über die verwendete Technik sind imposant: Damit World of Warcraft läuft, sind bei Blizzard 13.250 Blade-Server im Einsatz sowie 75.000 CPUs und 112,5 TByte RAM – für die Betreuung der Rechenzentren in Paris, Texas oder Seoul sind gerade mal 68 Mitarbeiter zuständig. Blizzard selbst hat laut Pearce insgesamt etwa 20.000 Computer im Einsatz und rund 1,3 Petabyte an Daten seien bislang entstanden. (Quelle: Golem)

Imposant ist schon richtig. Für mich aber eher, weil ich von größeren Zahlen ausging. Das entspricht ca. 1,5GB Ram/CPU und um die 300 Bladecenter pro Standort, wenn es denn nur die 3 genannten wären. (allerdings meine ich zu wissen, dass eine größere WoW Serverfarm u.a. in Eschborn steht) Und ‘nur’ 68 Mitarbeiter für 13.250 Server? Ich kenne Firmen die mehr Mitarbeiter für knapp 2000 Server haben. Der Betrieb dieser gesamten Infrastruktur wird insgesamt vermutlich relativ günstig sein. World of Warcraft ist und bleibt für Blizzard ein regelrechter Goldesel und das in vielerlei Hinsicht.