Ist die Entfernung, die man zurücklegen muss, wenn man mit dem Fahrrad von mir in Frankfurt Richtung Mainzer Innenstadt fährt und danach wieder zurück. Am Samstag war es so weit: Der (Rhein) Main-Radweg sollte intensiv getestet werden und tatsächlich, das geht ganz gut!
Von mir aus ging es immer an der Nidda (Fluss) entlang um auf unsere geplante Route zu kommen. Die Nidda mündet irgendwo bei Frankfurt Höchst in den Main und führt (nachdem man den Main überquert hat) direkt auf den Main-Radweg oder genauer gesagt dem Mainufer-Weg, der dem Main folgt, welcher auf Höhe der Mainzer Altstadt in den Rhein mündet. Der (Rad)Weg an sich ist so weit ganz gut ausgebaut und vor allem gut ausgeschildert. Man wird an zig Städten mit der Endung “-heim” wie Hattersheim vorbeigeführt und weiß den dicken Fluss immer neben sich. Nachdem man irgendwo hinter oder bei ‘Hochheim am Main’ durch die Weinberge geführt wurde, wird der Main auf einmal ziemlich dick und mündet in den Rhein. Der Rhein ist an dieser Stelle gefühlte 2x so breit wie der restliche Main und man wird mit dem überwältigenden Blick auf Mainz belohnt. Man sieht die alten Stadtmauern am “Hafen” und dahinter den prächtigen Dom … Mainz ist schon ein schmuckes Städtchen!
Mainz selbst war an diesem Tag ziemlich voll, ein Fest wurde gefeiert. Wer einmal dort ist, wird es lieben durch die kleinen Gassen und Winkel der Innenstadt zu irren und die Stadt einfach auf sich wirken zu lassen. Wer schon einmal dort ist sollte sich übrigens den Dom nicht entgehen lassen. Erbaut irgendwann gegen Jahr 990, ist er einfach überwältigend.
Nach einer ordentlichen Stärkung, mindestens 1,5 Litern Flüssigkeit später (es war Sommeranfang und der Sommer gab sein bestes) und einer seltsamen Begegnung mit Entengrütze, ging es dann auch wieder zurück. Auf dem Rückweg wurde uns bewusst, dass das ungeschützte Fahren von Fahrrädern in praller Sonne Sonnenbrand mit sich bringt. Die Erdbeer-Felder unterwegs waren alle schon abgeerntet und die Mais-Felder noch lange nicht erntereif … nix mit Stärkung aus der Natur. Hinter Hattersheim sahen wir dann einen Typen mit seinem Blechblasinstrument irgendwo auf einer Waldwiese stehen, der dort wohl in der Einsamkeit übte um seine Nachbarn nicht zu belästigen. (das wirkt ehrlich gesagt etwas seltsam wenn plötzlich mitten im Nichts auf einer Wiese einer bläst…) Zu Hause meinte mein nicht geeichter Fahrradcomputer dann irgendwas von 89,8km bei ca. 17km/h Durchschnitt – ganz ordentlich würde ich sagen. Wer mit dem Gedanken spielt die relativ einfache Strecke mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu bewältigen, dem kann ich das nur empfehlen. Die Strecke ist zwar nicht sonderlich schön und man bekommt nichts wirklich interessantes zu sehen, aber das Ziel ist Belohnung genug. :)
Zwischenrufe / Quark