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Google Dimensionen

Schön finde ich folgenden Hinweis auf der Google+ Startseite:

“Sie sind Teil einer kleinen Gruppe”, von schätzungsweise 25 Millionen Benutzern – das war zumindest die letzte Zahl die ich gelesen habe als jemand so Tat als wüsste er wie viele Benutzer G+ mittlerweile hat.

Wenn 25 Millionen bei Google eine kleine Gruppe ist, dann möchte ich besser gar nicht wissen was bei denen “normal” oder gar “viel” ist. Und weil diese kleine Gruppe den Leuten bei Google wohl noch nicht groß genug ist, meint Google zu mir ich soll noch mehr Leute einladen: Einladungen senden – 150 übrig

Manchmal sind die Dinge halt verschieden, bei Google vor allem die Dimensionen.

Google Rechtschreibprüfung

Da ich immer die Suchleiste im Firefox nutze und selten direkt auf google.com gehe, habe ich eine wirklich coole Funktion von Google bis jetzt noch nicht bemerkt: Die Rechtschreibprüfung!

Sehr geil!

Kurzes Gedankenspiel

Sony hat also 77 Millionen Kunden und irgendwer hatte Zugriff auf die Daten und ggf. sogar auf die Kaufhistorien. Mal angenommen Sony hat für jeden Benutzer nur 100 oder vielleicht sogar 200 Byte an Daten gespeichert, dann hätte ein Einbrecher 77.000.000*200byte = 14,43 Gigabyte an Daten klauen müssen. Das sind immerhin 2 volle Dual-Layer DVDs, die man bräuchte um all diese Daten zu speichern und der Transfer der Daten dürfte einiges an Zeit gekostet haben.

Pannen sind bei Sony ja nichts neues, mit etwas Glück hat diese ein Ausmaß, an das sich in Zukunft viele beim Kauf eines Sony Produkts oder beim betrachten der obligatorischen Youtube “Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar, weil es Content von Sony enthält” -Seite erinnern.

Netzfreiheit und Netzneutralität

Der Deutsche Bürger schaut in Sachen Wohlstand und Freiheit ganz gern nach Nord-Amerika. Über den Tellerrand geschaut, ist das Leben dort drüben aber bei weitem nicht immer so frei wie man es sich vorstellt. So macht momentan eine Nachricht die Runde, dass der kanadische Internet-Zugangsanbieter Rogers Verbindungen von World of Warcraft Spielern manipuliert und so den Datenfluss behindert. Kanadische Spieler berichten, dass das Spielen über ‘rogers’ teilweise nahezu unmöglich ist.

Nachdem sich auf eine Beschwerde einer Spielerin nun auch die Regierung einschaltete, kam heraus, dass diese Störungen quasi ein Nebeneffekt sind. Bei kanadischen ISPs ist es nämlich völlig normal, dass die gesamten Daten der Benutzer durch so genannte Deep Packet Inspection Systeme laufen. Diese Systeme machen nichts anderes, als alle Daten der Benutzer auszuwerten um bestimmte Muster zu erkennen. Glaub das System der Benutzer nimmt an Peer2Peer (P2P) Netzwerken teil, wird die Bandbreite des Benutzers gnadenlos gedrosselt.

Peer2Peer Netzwerke wurden Anfangs der 2000er Jahre mehr oder weniger durch Angebote berühmt, die es möglich machten Dateien untereinander dezentral auszutauschen – oder, um es auf den Punkt zu bringen, durch das massenhafte illegale Austauschen von Musikstücken. Allerdings hat sich die Welt weiter entwickelt und Peer2Peer Netzwerke bilden heute die Basis von verschiedensten Anwendungen, wie zum Beispiel Skype oder auch vieler Online Spiele wie World of Warcraft oder LOTRO.

Anders als bei klassischen Download-Angeboten bieten P2P Netzwerke Lieferanten die Möglichkeit die eigenen Server und Internet-Anbindungen zu schonen: Musste man früher noch jeden interessierten Kunden selbst bedienen und Ressourcen für ihn vorhalten, damit der Download für den Endbenutzer akzeptabel schnell von statten geht, setzt man hier heute auf P2P Netzwerke. Damit verteilt man die Last auf alle Endbenutzer, die heute oftmals mit breitbandigen Internet-Anbindungen ausgerüstet sind und sich somit abgesichert über Knebelverträge aka AGBs für Content Lieferanten dazu anbieten kostenlos Inhalte zu verbreiten.

Dabei stoßen 3 Interessengemeinschaften aufeinander, die sich alle nicht ganz grün sind:

  1. Die Internet-Zugangs-Anbieter (ISPs), die ein Interesse daran haben so wenig kosten wie möglich zu verursachen, um den größtmöglichen Gewinn einzufahren. Der ISP versucht durch windige Mittel wie Deep Packet Inspection die User so schonend wie möglich den Spaß am Internet zu vermiesen, bzw. ihn dazu zu erziehen das Internet nur für weniger Last intensive Anwendungen zu benutzen.
  2. Die Content Anbieter, die zwar u.a. gern Musik und Spiele gegen Entgelt bereit stellen, aber zur Gewinnmaximierung so wenig wie möglich Ressourcen vorhalten wollen um den Content zu verteilen. Also versucht der Content Anbieter den anfallenden Traffic durch verschiedenste Mittel wie etwa P2P Netzwerke oder direkte Peerings mit Internet-Anbeitern  an Internetknoten und vielen anderen Wegen  zu minimieren. Blöderweise nutzt er dabei skrupellos auch die dritte Partei aus:
  3. Die Endbenutzer, die um z.B. World of Warcraft spielen zu können, den aktuellen Inhalt über Peer2Peer Netzwerke beziehen müssen. Davon bekommt der Endbenutzer zwar nicht viel mit, da das ein buntes Programm automagisch für ihn erledigt, in der Realität aber lädt dieses Programm aktuelle Spielinhalte im Hintergrund herunter und bietet sie danach anderen Spielern im gleichen Peer2Peer Netzwerk wieder an. Damit sponsort der Spieler also einen Teil seiner Bandbreite, die er dem Internet-Zugangsanbieter bezhalt, wieder anderen Spielern, um (oftmals ungewollt) das Spiel weiter zu verbreiten.

Und so beißen sich alle 3 Parteien in den Schwanz und jeder hackt auf den anderen rum. Ob es das auch in Deutschland gibt? Aber ja, natürlich. Hier tritt das nur noch nicht in dem Ausmaß auf, wie momentan in Kanada. In unseren Handynetzen ist das aber auch heute schon die Normalität. Wer nicht in Ballungszentren lebt  und nicht das Glück hat an einer Stelle zu wohnen, an der DSL verfügbar ist, muss heute auf UMTS Verbindungen von Mobilfunkanbietern zurückgreifen, und auch dort sind ähnliche Mittel wie in Kanada auch hier in Deutschland im Einsatz.

Ich würde sogar behaupten, dass die selben Funktionalitäten auch an Standard DSL Anschlüssel benutzt oder zumindest aktiv getestet werden, sind sie doch das einfachste Mittel, um mehr Umsatz zu erzeugen. Ich persönlich kam das erste mal im Jahre 2001 mit solchen Techniken in Kontakt und fand es erschreckend – heute 2011 wird es kaum besser sein.

Was können und sollten wir daraus lernen? Netzneutralität und Netzfreiheit sind Themen, die uns alle interessieren sollten. Heute trifft es die Spieler, morgen werden unsere Skype Pakete gedrosselt und übermorgen werten sie vielleicht unsere Facebook Zugriffe und eMails aus, um uns bessere zielgerichtete Angebote machen zu können. Unterstützt  Verbände wie den CCC dabei andere Verbände, Parteien und Politiker für solche Thematiken zu sensibilisieren, um aus Deutschland am Ende kein Nord-Amerika zu machen!

Apple Technik, immer ein Stück hinterher

IPv6 Deployment zu Hause fördert zu Tage:

AppleTV:/etc root# ip6conf
Usage:
Start up IPv6 on ALL interfaces: -a
Shut down IPv6 on ALL interfaces: -x
Start up IPv6 on given interface: -u [interface]
Shut down IPv6 on given interface: -d [interface].

AppleTV:/etc root# ip6conf -a
ip6: error attaching en0
ip6: error attaching en1

Offenbar hat man die AppleTV(2)’s um einige Features verkrüppelt und somit der Zukunftsfähigkeit beraubt. Das bedeutet vermutlich nur eins: Bei Apple gibt es aktuell keine Pläne iTunes, den iTunes Store und dementsprechend auch alle IPTV Medieninhalte über IPv6 anzubieten. Wenn ich wetten müsste, würde ich auf DRM Problematiken tippen.

Trotzdem: Bis auf das eine Apfel-Gerät sind sonst alle netzwerkfähigen Geräte inkl. Handys zu Hause IPv6 ready und nun damit auch unterwegs. Are you IPv6 ready?

Nachrichtenmissverständnis

Die Nachrichtensprecherin bei Fritz meint das Internet in Ägypten wäre gestört. Offenbar erwartet ihr Optimismus einen Retter in der Not, der es repariert und alle Ägypter wieder ans Netz bringt. Vielleicht ist ja nur der Stecker irgendwo beim Staubsaugen aus der Dose gefallen. Leider ist die Realität weitaus tragischer. Etwas später … kurz bevor ich den Grund meiner Kaffeetasse sah, stellte ich mir vor, wie das in Deutschland ablaufen würde.

Und da dachte ich an die übergewichtigen Bürohengste der Bundeswehrkaserne bei mir vorn um die Ecke, wie sie versuchen unsere Machthaber vor den Demonstranten im Inland zu schützen, derweil die Bundeskanzlerin unsere deutschen Internetprovider auffordert Deutschland vom Netz zu trennen. So läuft das nicht, nicht in Deutschland, nein. Bei uns wird das Internet in der Realität noch von erfahrenen technischen Helden betrieben, derweil unsere Politiker das Internet ausdrucken und es auch in 20 Jahren noch nicht einmal ansatzweise verstanden haben werden. So schlecht haben wir es in Deutschland gar nicht, und das ist auch gut so!

Support your local dealer…

… aber nicht um jeden Preis. Ich bin durchaus dafür lokale Geschäfte zu supporten und nicht ALLES über das Internet zu bestellen. So ein lokales Geschäft kostet natürlich Geld: Die Miete muss genauso wie die Angestellten bezahlt werden und natürlich kostet ein Artikel dann im Laden (etwas) mehr, als er im Direktvertrieb kostet. Dafür bekommt man aber auch etwas, was es im Internet nicht gibt: Man kann sich das Produkt vorher genau anschauen und bekommt direkte Beratung. OK, zugegeben, das mit der Beratung funktioniert vor allem wegen dem Preisdruck heute immer seltener, aber es gibt sie durchaus noch.

Bei Amazon fand ich folgenden Fahrradcomputer mit allen möglichen Extras, für 79,95€:

Ich gehe davon aus, dass auch die bei Amazon nicht von Luft und Liebe leben und so ein Fahrradcomputer ist kein Massenprodukt, von dem man am Tag hunderttausende verkauft – also wird die Gewinnspanne relativ hoch sein. Im Einzelhandel um die Ecke hätte ich erwartet, dass das Gerät für 5-10% teurer zu haben sein würde, aber da lag ich komplett daneben.

Im Sportgeschäft oder beim Massenhändler (Karstadt/Quelle) wird das Gerät in Frankfurt für sage und schreibe 139,95 Euro verkauft, sprich 60€ teurer. Da hört dann irgendwo auch der Support für den Händler um die Ecke auf, zumal das für mich ein purer Luxusartikel ist, sprich nicht unbedingt zum Leben nötig. Support your local dealer? Ja, aber nicht um jeden Preis und vor allem muss man sich nicht verarschen lassen.

Das Internet ist kaputt!!111elf

Also es muss einfach kaputt sein, weil Skype geht nämlich nicht! Irgendwie hats wohl ein paar Skype Supernodes geschreddert, was es echt schwer macht momentan in das Skype-Netz reinzukommen. Um mal das Skype Blog zu zitieren, weil auch dieses ziemlich schwer erreichbar ist:

Skype isn’t a network like a conventional phone or IM network – instead, it relies on millions of individual connections between computers and phones to keep things up and running. Some of these computers are what we call ‘supernodes’ – they act a bit like phone directories for Skype. If you want to talk to someone, and your Skype app can’t find them immediately (for example, because they’re connecting from a different location or from a different device) your computer or phone will first try to find a supernode to figure out how to reach them.

Under normal circumstances, there are a large number of supernodes available. Unfortunately, today, many of them were taken offline by a problem affecting some versions of Skype. As Skype relies on being able to maintain contact with supernodes, it may appear offline for some of you. (Quelle: Skype Blog)

Da hilft also nur abwarten und Tee trinken.

DRM und Smileys passen nicht zusammen

Wird auch durch Smileys weder lustig noch besser:

Dinge, die man auf Facebook besser nicht tun sollte #1

Was passiert dabei?

  • Ihr verletzt damit (sehr) wahrscheinlich die AGBs eures Mailanbieters. (*)
  • Ihr gebt Facebook die Logindaten zu euren Mailaccount(s).
  • Facebook wird alle eure Mails durchstöbern (und eventuell speichern)
  • Facebook findet raus mit welchen Leuten ihr Mails austauscht.
  • Facebook schreibt Leute aus euren Mails, die noch keine Account bei Facebook haben, unter euren Namen an und lädt sie ein am Netzwerk teilzunehmen.

Finger weg! (*) Accountweitergabe an Dritte