Vor ca. einem Jahr verlieh ich meinen Tubestick in die weite Ferne. Als Ersatz habe ich mir irgendwann von Hauppauge den WinTV HVR 900H gekauft. Hauppauge war mir von früher noch bekannt als anständiger Hersteller von DVB-S Karten, also dachte ich nichts falsch machen zu können.
Die mitgelieferten Programme und Treiber sind hoffnungslos veraltet; Treiber besorgt sich Windows7 zum Glück von allein, das reine Betriebsprogramm (Win TV) aber natürlich nicht. Mit dem Stick wird eine Antenne mitgeliefert. Die Sendeantennen für DVB-T sind in Frankfurt auf dem Fernsehturm installiert, den ich vom Arbeitszimmer aus sehen kann. Trotz direkten Sichtkontakt empfängt man mit dem Haupauge Stick sogut wie NIX. Wenn man Glück hat vielleicht 4 Programme, bei schlechtem Wetter und aber auch NUR Nachts manchmall alle. Oder kurz gesagt: Das Ding ist einfach nur unbrauchbar. Ich hab keine Ahnung was an dem Gerät insgesamt Müll ist, der Tubestick war um WELTEN besser! Zum Vergleich: Mit dem Tubestick habe ich immer alle 22 Programme einwandfrei reinbekommen.
Also Hauppauge, woran liegts und habt ihr ein Geld-Zurück-Programm, damit ich dieses wertlose Stück Hardware wieder loswerde? Ich bin furchtbar enttäusch von euch.
Nachtrag: Die Hauppauge WinTV HVR 900H ist auf aktuellen Linuxen auch komplett nicht mehr lauffähig! Hauppauge scheint die nötige Firmware nicht zu entwickeln und ältere Hacks sind auf aktuellen Kerneln nicht mehr lauffähig. FINGER WEG VON DIESER HARDWARE! Gibts noch fähige Hersteller auf der Welt?
Denn nur da bekommt man so schöne Überschriften zu lesen wie:
Ehrliche Worte im Wahlkampf – ARG-Chef zeigt sich beeindruckt! (Main-Nidda-Bote, Nr 33, Jahrgang 49)
Ja und außerhalb des Wahlkampfs lügen Politiker bis sich die Balken biegen? Verkehrte Welt? Ich dachte ja immer das wär genau andersrum… oder wie war das doch gleich mit dieser Frau Y. hier in Hessen? Im Fernsehn ziehen sie jetzt ja unter dem Namen “Townhall Meeting” Politiker Fragerunden ab.Das kenn ich doch irgendwo her? Achja Richtig! Was in den USA funktioniert, geht bestimmt auch beim völlig verblödeten deutschen Publikum. Kann nicht einfach durchgängig “Wahlkampf” und “Superwahljahr” sein? Dann weiß man wenigstens wann man sich von den Medien fernhalten muss.
Vor einiger Zeit beschrieb ich, wie man den Equinux Tubestick unter Windows XP zum laufen bringt und verwies auf Google für Ubuntu User. Da ich den Stick erst für Ubuntu eingerichtet habe, hier die Anleitung für Ubuntu 9.04:
Stick per USB anschliessen (Antenne anschließen usw.)
Unter System -> Systemverwaltung -> Synaptic-Paketverwaltung die Pakete ‘build-essential’, ‘linux-headers-generic’ und ‘dvb-utils’ installieren.
Zur LinuxTV Seite surfen, auf “browse” links klicken, auf der linken Seite “gz” auswählen und runterladen
Das runtergeladene Paket entpacken (tar xzvf af9015-*.tar.gz) und kompilieren (cd af9015*; make all; sudo make install)
Die Firmware für den Stick runterladen und in /lib/firmware ablegen.
’sudo modprobe dvb-usb-af9015′ ausführen, um die nötigen Module zu laden
den Stick z.B. mit ’scan /usr/share/dvb/dvb-t/de-Frankfurt >~/channels.conf’ testen
Daraufhin wird eine aktuelle Senderliste erstellt. Natürlich wählt ihr als Template anstatt “Frankfurt” eure Region aus. (Beispiel Ausgabe von SCAN)
Jetzt fehlt nur noch ein Programm, um die bunten Flimmerbilder auch anzuzeigen. Ich habe mich zum testen für “Me TV” entschieden. Me TV gibt es über die Paketverwaltung oder direkt von der Me TV Webseite. (aktuell Version me-tv_1.0.0~beta1-0ubuntu1~jaunty1_i386.deb) Das Programm startet man über ‘Anwendungen -> Unterhaltungsmedien -> Me TV’. Dann wählt man die vorher mit ’scan’ erstellte Kanalliste (~/channels.conf) aus und los gehts:
Me TV ist nicht unbedingt das schönste Programm, aber es erfüllt seinen Zweck. Wer etwas modernes und hübscheres möchte, sollte auf KDE (kubuntu?) und Kaffeeine umsteigen. Viel Spaß!
Vor ca. 2 Jahren habe ich mir für meine Apple Hardware einen von diesen DVB-T USB Sticks gekauft. Der so genannte Tubestick von Equinux hatte gute Bewertungen und war im Vergleich ziemlich günstig – er sollte inkl. Antenne und USB Verlängerungskabel damals im Sonderangebot 29 Euro kosten, heute regulär 39,95€.
Der Stick leistete gute Dienste unterwegs, im Büro oder im Arbeitszimmer am Mac. Da mein alter Mini aber zu schwach für den Stick ist und das Macbook als Video-Client am Fernseher hängt, dachte ich mir, der Tubestick muss doch auch unter Windows XP funktionieren… und ja, er tut es! (Beweisfoto) Wie praktisch, jetzt kann ich nebenbei Sendungen vom öffentlich rechtlichen Qualitätsfernsehn aufnehmen! (der Witz hats nach 2009 geschafft, immerhin)
Offiziell unterstützt Equinux Windows Vista und Windows XP Media Center. Auf der Herstellerseite kann man sich aber ein Treiberpacket runterladen. Darin enthalten ist auch der Treiber für Windows XP. Die Installation?
Treiber runterladen
Treiber entpacken
Tubestick anstecken und mit Antenne verkabeln
Hardware-Erkennung ins entpackte Treiberverzeichnis, Unterordner XP schicken
den obligatorischen XP Reboot über sich ergehen lassen
Danach war der Tubestick bei mir sofort einsetzbar. Natürlich benötigt man noch Software, um die bewegten Bilder auch sehen zu können. Ich habe mich spontan für ProgDVB entschieden, da es als kostenlos angepriesen wurde. Runterladen, Installieren, starten und als Quelle “BDA [...] Device” auswählen. Nachdem das Programm komplett gestartet war, habe ich nur noch einen Sendersuchlauf gestartet und das wars dann – mehr ist nicht nötig um den Tubestick unter Windows XP laufen zu lassen.
Übrigens tut das Gerät auch unter Linux/Ubuntu. Anleitungen dazu lassen sich zumindest einige finden.
Stevinho verlinkt hier ein Video mit Hagen Rether (Mitternachtsspitzen) indem es um Bildung, Finanzierung selbiger und Klischees geht. Erinnert mich an Diskussionen über Bildungspolitik mit Kai.
Manchmal platzt sie ganz schön rein, die Wahrheit. Und nun viel Spaß: