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Asus Eee PC 1215N Sound/Ton Probleme

Meine neue Haßliebe ist mein mobiler Begleiter und gleichzeitig mein Couch-Surfing-Terminal – so ein Asus Eee PC 1215N. Schonmal vorab… seit ein paar Tagen haben wir uns richtig lieb aber ich war kurz davor es zu verfluchen, zu verschenken oder es zu verkaufen.

Dieser kleine Kerl hat nämlich unter dem ausgelieferten Windows 7 ein kleines Problem was mich massiv stört: Wenn man ein Video oder Musik abspielt, hat der Ton manchmal winzige aussetzer, so als würden die Daten im Hintergrund nicht schnell genug von der Festplatte geladen werden oder als wenn Windows hängt. Aber beides ist nicht der Fall. Das ganze tritt auch dann auf, wenn man Filme/Musik von einer externen Festplatte oder Speicherkarte spielt und Windows komplett so konfiguriert, dass die Hintergrundprozesse auf ein Minimum begrenzt sind. Es hilft auch nichts den kleinen auf “maximaler Performance” laufen zu lassen, die man im Asus Tool einstellen kann.

Vor 3 Tagen fand ich dann durch Zufall einen Foren Beitrag von scope.se im eeeuser Forum, der genau das gleiche Problem hat wie ich. ICH BIN NICHT ALLEIN! Er fand raus, dass diese Hänger immer dann stattfinden, wenn man nicht per Kabel mit dem Netzwerk verbunden ist. Dann versucht Windows im Hintergrund trotzdem alle paar Sekunden das Netzwerk zu identifizieren und dabei hängt dann kurz der Ton. Wie dämlich ist das denn bitte? Obwohl die Schnittstelle genau darüber bescheid weiss, dass da momentan keine Verbindung zu einem Netzwerk besteht (kein Link), versucht der Treiber im Hintergrund trotzdem über diese Schnittstelle Daten zu senden und zu empfangen. Ganz tolle Wurst!

Die Lösung ist dementsprechend einfach aber auch lästig… man schaltet einfach das Netzwerk ab, solang man nicht vorhat einen Netzwerkstecker in das Gerät zu stöpseln und zum Beispiel per WLAN online ist (oder gar kein Netzwerk hat, wie zum Beispiel im Zug). Ich hoffe einfach, dass dieses Problem im Treiber irgendwann gelöst wird, denn insgesamt ist dieses kleine 12,1″ Netbook gar nicht mal so übel. Es hat zwar einen verdammt kleinen Bildschirm, aber für die Couch oder für schnell mal unterwegs reicht das allemal. Außerdem hat der kleine unverschämt viel Power dank der zwei Grafikkarten on Board. Mit dem Ding kann man sogar spielen oder per HDMI Schnittstelle Full-HD Videos auf einen Fernseher ausgeben.

Jetzt wo ich weiß, wie man das Gerät liebhaben und problemlos benutzen kann, ist es endlich auch akzeptiert. Trotzdem zeigt sich wieder einmal, dass die Hersteller aktuelle Hardware ungefähr wie Obst behandeln: Sie reift beim Kunden und der Kunde verflucht letztendlich den Hersteller. Aber vermutlich ist Asus das ziemlich egal.

Can you spot the the Oracle booth?

Der gesamte Messebereich der SNWEUrope 2010 war weiträumig mit Oracle/SUN Werbung zugepflaster. Auf allen Zufahrtsstrassen, in allen Bahnhöfen … überall Werbung. Und auf der Messer selbst?

Entweder ist das eine besonders aggressive Form von gleichzeitigen Over- und Understatement, man will nicht erkannt werden oder bei der Messeplanung ist irgendwas mächtig schief gelaufen. Wer es nicht gefunden hat: Der Stamd in der Mitte ohne erkennbare Logos oder Firmennamen, der mit der Aufschrift “Software, Hardware, Complete” wars übrigens.

The Internetz iz all about expertz!

Blauer oder roter Draht?

Auch im Jahr 2010 hat man als moderner Systemadministrator durchaus noch Probleme, die genau so schon im letzten Jahrtausend vorhanden waren.

Moderne Massenspeichersysteme auf Festplattenbasis kommen mit allerlei technischen Schnickschnack daher, der das Leben einfach macht, aber auch seinen Preis kostet. Wenn man darauf verzichtet, hat man heute noch wie schon damals ein einfaches System mit lokalen Festplatten, die durch einen Raid-Kontroller ‘hochverfügbar’ gemacht werden. Oder um es einfach auszudrücken: Man stopft in einen Server 2 Festplatten und spiegelt diese gegenseitig, um im Falle eines Festplattenausfalls keine Daten zu verlieren. (Raid 1)

Was passiert wenn eine Festplatte in solchen Systemen  getauscht werden muss, erinnert mich immer an typische Action Filme: Der Held steht vor der tickenden Bombe, deren digitale Anzeige langsam gen 0 zählt. Er muss sich entscheiden zwischen dem blauen oder roten Draht, um die Welt vor der totalen Zerstörung zu retten.

Mit Festplatten in einfachen Serversystemen ist das quasi genauso. Es sind zwei Festplatten eingebaut. Eine ist kaputt und muss dringend getauscht werden, bevor Datenverlust droht. Aber welche Platte ist die richtige? Das System meint es ist die Platte mit der ID 0 und es gibt keinerlei LEDs oder andere Hilfsmittel, die den Status anzeigen oder sonstwie helfen könnten.

Zählt das System jetzt von links nach rechts? Von oben nach unten? Oder ist es wie bei dem einen großen Enterprise-Storage System, von rechts nach links? Was immer man tut, als Sysadmin ist es leider nicht wie im Film. Man wird treu nach Murphy immer die falsche Platte ziehen und damit das Problem nur vergrößern.

Die Lösung wäre übrigens recht einfach, wenn man angestaubte Konzepte überdenken, moderne Technologien benutzen und einfach mal einen Schritt nach vorn machen würde. Die wenigen Tage nach so einer Bombenentschärfung sind es dann, in denen man schleunigst neue Konzepte und Ideen aufzeigen sollte, bevor das Problem wieder verdrängt wird. IT im Jahre 2010 ist erschreckend oft immernoch wie im Jahr 1996. Hoffentlich ist das bald vorbei.

Ethernet, ganz ohne mehr Kabel

Bei der Einrichtung meiner Wohnung hatte ich ein Problem: Wenn ich im Büro und Wohnzimmer irgendwie Netzwerk haben wollen würde, müsste ich eine Menge Kabel verlegen, vor allem auch Eins in den Flur, wo die Telekom-Dose hängt und dementsprechend das DSL aufschlägt. Kabel ‘schön’ oder quasi unsichtbar zu verlegen ist so eine Sache, vor allem in Altbauten. Um das zu bewerkstelligen, hätte ich die Wände zwischen einigen Räumen durchbrechen/durchbohren müssen und das wollte ich nicht.

Um das Problem zu lösen, habe ich lange Zeit auf eine WLAN Bridge zwischen Flur und Arbeitszimmer gesetzt. Zwei Router des gleichen Herstellers (erst Linksys, mittlerweile AVM Fritz) bauten miteinander eine Wlan WDS Verbindung auf und gaben mir die Freiheit auf Kabel verzichten zu können. Die Lösung funktionierte zwar, allerdings nicht so brauchbar wie ich es gern gehabt hätte. Es war quasi unmöglich ein Video über das Netz vom Büro ins Wohnzimmer zu streamen, ohne kurze Hänger zu haben. Also suchte ich nach Alternativen.

Eine Alterntive schien Powerline zu sein, bei der die Daten über das Stromnetz übertragen werden. Damals galt das allerdings noch nicht als sonderlich ausgereift. Vor kurzem schrieb vowe über eine NetGear Promo, die anbot einen Netgear Powerline Adapter kostenlos zu bekommen, wenn man ein Paar davon bei einem offiziellen Händler kauft.

Also bestellte ich mir ein Bundle dieser XAV2501 Adatper über Amazon und füllte das Promo Dokument bei Netgear aus. Wenn die Dinger Probleme gemacht hätten, hätte ich sie einfach wieder zurück geschickt und das Experiment für gescheitert erklärt. Der Promo-Adapter war schon 2 Tage später geliefert, wow. Damit hatte ich also 2 Adapter (Flur+Arbeitszimmer) und noch einen weiteren für das Wohnzimmer, um dort Videos am Fernseher gucken können.

Dank meiner Altbau-Stromverkabelung funktioniert das ganze recht ordentlich. Ab in die Steckdose damit, mit dem Switch am DSL Router und dem Switch im Arbeitszimmer per Ethernet-Kabel verbunden und fertig. Die WLAN Bridge habe ich direkt deaktiviert. Und das Resultat?

Die Dinger tun einfach. Ich kann endlich in brauchbarer Bandbreite Daten zwischen allen Räumen bewegen und Filme gucken ohne Abbrüche – was für ein unglaublicher Luxus! Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich auf diese überteuerten AVM Fritzboxen verzichtet. Ich habe zwar noch nicht ganz verstanden warum die Dinger nur 100Mbit/s Ports haben, wenn sie in der Lage sind 200Mbit/s Daten über das Stromnetz zu übertragen, aber dafür gibt es sicherlich irgend einen Grund.

Was lerne ich daraus? Vowe keeps me buying shit! :P Nein, im Ernst: Jetzt wo ich weiss, dass das funktioniert, habe ich mir für Ende des Jahres vorgenommen den Devolo TV Sat 1300-HD Receiver zu testen. Das Gerät überträgt DVB-S Signale über die Steckdose, d.h. ich kann die SAT-Dose im Schlafzimmer in Betrieb nehmen und die Daten damit ins Wohnzimmer bewegen, in dem (natürlich) der Fernseher steht, ohne dafür durch 2 Wände bohren zu müssen. Ich bin gespannt!

Switch! Aus bunt wird Server.

Schon seit Ewigkeiten lebt in meinem großen spieletauglichen Windows PC  ein kleiner MAC Mini. Um genau zu sein, einer der ersten Minis, die damals auf den Markt kamen noch mit PowerPC CPU und OSX. Den Kleinen habe ich damals gekauft, um meine Intel Pentium 3 Linux Workstation zu ersetzen. Anfangs reichte mir der Kleine auch, ja sogar World of Warcraft liess sich darauf spielen – damals bevor die Ansprüche stiegen. ;-)

Mittlerweile allerdings ist das MAC OS für den Kleinen veraltet, schon lange wird für die veraltete Plattform nichts mehr von Apple entwickelt und natürlich liefert er auch keine Leistung mehr, die ich heute einfach brauche oder zumindest erwarte.

Also wanderte der Kleine ins Gehäuse des großen PCs und durfte dort bis Heute als quasi Heimserver seinen Lebensabend geniessen. Wie schon erwähnt, wurden Neuentwicklungen für die alte Plattform eingestellt und die Fernwartung ließ dank eines ständig einfrierenden VNC Daemons auch zu wünschen übrig. Also fasste ich den Entschluss und verabschiedete mich nun von Mac OS, um den kleinen mit Linux ‘Ubuntu Server’ zu betanken!

Auch bei Ubuntu wird nicht länger aktiv an einer PowerPC Version gearbeitet, allerdings stellt die Linux Community einen ziemlich aktuellen (10.04) Ubuntu Port bereit! Also einfach das CD Image runterladen, brennen, das alte System sichern und und der Anleitung folgen.

Zur Datensicherung habe ich meine wichtigen Daten auf eine externe Festplatte kopiert. Als Dateisystem habe ich mich für FAT32 entschieden, einfach als kleinster gemeinsamer Nenner zwischen der Apple und Linux Welt. Nach der Installation verhält sich der kleine jetzt wie jeder andere Linux Server. OpenVPN, Samba, Mediatomb, OpenSSH  usw. tun ihre Dienste und mein Heimserver darf endlich wieder mit neuen Features aufwarten. Ich denke damit lassen sich bestimmt weitere 2-3 Jahre locker überstehen!

Der kleine meldet sich nun mit:

$ cat /proc/cpuinfo
processor       : 0
cpu             : 7447A, altivec supported
clock           : 1416.666661MHz
revision        : 1.2 (pvr 8003 0102)
bogomips        : 83.24
timebase        : 41620997
platform        : PowerMac
model           : PowerMac10,1
machine         : PowerMac10,1
motherboard     : PowerMac10,1 MacRISC3 Power Macintosh
detected as     : 287 (Mac mini)
pmac flags      : 00000010
L2 cache        : 512K unified
pmac-generation : NewWorld
Memory          : 1024 MB

Die Installation verlief reibungslos. Das einzige was mich etwas verwundert hat ist, dass der Ubuntu Server Installer mich nicht nach der gewünschten IP Konfiguration fragte. Der “Server” hing dann also per DHCP irgendwie im LAN rum und musste nachträglich auf eine statische IP konfiguriert werden. Kleinigkeiten, die lösbar sind. Also absolut zur Nachahmung empfohlen! :)

Ey du kommst hier net rein!

Meine IT zu Hause ist ja durchaus gleicher als gleich. Ein PC, 2 Browser. Mit dem einen bekomme ich auf Youtube meistens ein “This video contains content from fuubar. It is no longer available in your country.” und mit dem anderen  Browser kann ich frei gucken und runterladen. Ich will mich ja nicht beschweren, aber Sinn macht das nicht. ;-)

Listen to network traffic

Immer dieser neumodische Angeberkram! Früher haben wir dafür noch ganz altmodisch unsere Keyboard LEDs genommen, heute nimmt man also die Soundkarte. Nee mal ehrlich, coole Idee! :)

Obacht, Explorer ist gefährlich!

Zumindest erkennt Microsoft Windows jetzt schon von selbst, dass dieser Explorer gefährlich ist:

Sehr löblich!

Ubuntu ist teuer…?

Jetzt mal unter uns Pfarrerstöchter:

Xing: "mein Ubuntu System hat mich knapp 700€ an Technikerkosten gekostet..."

Wenn man bereit ist für sein System richtig Geld auszugeben und warum-auch-immer kein Windows will, wieso dann nicht einfach nen Mac? Dann hat man ein Unix, die Macht der Open-Source Welt und (wenn man mehr Geld ausgeben möchte) dazu noch alle Produkte der kommerziellen Seite.