Archive for the “Sysadmin” Category

Bei der Einrichtung meiner Wohnung hatte ich ein Problem: Wenn ich im Büro und Wohnzimmer irgendwie Netzwerk haben wollen würde, müsste ich eine Menge Kabel verlegen, vor allem auch Eins in den Flur, wo die Telekom-Dose hängt und dementsprechend das DSL aufschlägt. Kabel ’schön’ oder quasi unsichtbar zu verlegen ist so eine Sache, vor allem in Altbauten. Um das zu bewerkstelligen, hätte ich die Wände zwischen einigen Räumen durchbrechen/durchbohren müssen und das wollte ich nicht.

Um das Problem zu lösen, habe ich lange Zeit auf eine WLAN Bridge zwischen Flur und Arbeitszimmer gesetzt. Zwei Router des gleichen Herstellers (erst Linksys, mittlerweile AVM Fritz) bauten miteinander eine Wlan WDS Verbindung auf und gaben mir die Freiheit auf Kabel verzichten zu können. Die Lösung funktionierte zwar, allerdings nicht so brauchbar wie ich es gern gehabt hätte. Es war quasi unmöglich ein Video über das Netz vom Büro ins Wohnzimmer zu streamen, ohne kurze Hänger zu haben. Also suchte ich nach Alternativen.

Eine Alterntive schien Powerline zu sein, bei der die Daten über das Stromnetz übertragen werden. Damals galt das allerdings noch nicht als sonderlich ausgereift. Vor kurzem schrieb vowe über eine NetGear Promo, die anbot einen Netgear Powerline Adapter kostenlos zu bekommen, wenn man ein Paar davon bei einem offiziellen Händler kauft.

Also bestellte ich mir ein Bundle dieser XAV2501 Adatper über Amazon und füllte das Promo Dokument bei Netgear aus. Wenn die Dinger Probleme gemacht hätten, hätte ich sie einfach wieder zurück geschickt und das Experiment für gescheitert erklärt. Der Promo-Adapter war schon 2 Tage später geliefert, wow. Damit hatte ich also 2 Adapter (Flur+Arbeitszimmer) und noch einen weiteren für das Wohnzimmer, um dort Videos am Fernseher gucken können.

Dank meiner Altbau-Stromverkabelung funktioniert das ganze recht ordentlich. Ab in die Steckdose damit, mit dem Switch am DSL Router und dem Switch im Arbeitszimmer per Ethernet-Kabel verbunden und fertig. Die WLAN Bridge habe ich direkt deaktiviert. Und das Resultat?

Die Dinger tun einfach. Ich kann endlich in brauchbarer Bandbreite Daten zwischen allen Räumen bewegen und Filme gucken ohne Abbrüche – was für ein unglaublicher Luxus! Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich auf diese überteuerten AVM Fritzboxen verzichtet. Ich habe zwar noch nicht ganz verstanden warum die Dinger nur 100Mbit/s Ports haben, wenn sie in der Lage sind 200Mbit/s Daten über das Stromnetz zu übertragen, aber dafür gibt es sicherlich irgend einen Grund.

Was lerne ich daraus? Vowe keeps me buying shit! :P Nein, im Ernst: Jetzt wo ich weiss, dass das funktioniert, habe ich mir für Ende des Jahres vorgenommen den Devolo TV Sat 1300-HD Receiver zu testen. Das Gerät überträgt DVB-S Signale über die Steckdose, d.h. ich kann die SAT-Dose im Schlafzimmer in Betrieb nehmen und die Daten damit ins Wohnzimmer bewegen, in dem (natürlich) der Fernseher steht, ohne dafür durch 2 Wände bohren zu müssen. Ich bin gespannt!

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Schon seit Ewigkeiten lebt in meinem großen spieletauglichen Windows PC  ein kleiner MAC Mini. Um genau zu sein, einer der ersten Minis, die damals auf den Markt kamen noch mit PowerPC CPU und OSX. Den Kleinen habe ich damals gekauft, um meine Intel Pentium 3 Linux Workstation zu ersetzen. Anfangs reichte mir der Kleine auch, ja sogar World of Warcraft liess sich darauf spielen – damals bevor die Ansprüche stiegen. ;-)

Mittlerweile allerdings ist das MAC OS für den Kleinen veraltet, schon lange wird für die veraltete Plattform nichts mehr von Apple entwickelt und natürlich liefert er auch keine Leistung mehr, die ich heute einfach brauche oder zumindest erwarte.

Also wanderte der Kleine ins Gehäuse des großen PCs und durfte dort bis Heute als quasi Heimserver seinen Lebensabend geniessen. Wie schon erwähnt, wurden Neuentwicklungen für die alte Plattform eingestellt und die Fernwartung ließ dank eines ständig einfrierenden VNC Daemons auch zu wünschen übrig. Also fasste ich den Entschluss und verabschiedete mich nun von Mac OS, um den kleinen mit Linux ‘Ubuntu Server’ zu betanken!

Auch bei Ubuntu wird nicht länger aktiv an einer PowerPC Version gearbeitet, allerdings stellt die Linux Community einen ziemlich aktuellen (10.04) Ubuntu Port bereit! Also einfach das CD Image runterladen, brennen, das alte System sichern und und der Anleitung folgen.

Zur Datensicherung habe ich meine wichtigen Daten auf eine externe Festplatte kopiert. Als Dateisystem habe ich mich für FAT32 entschieden, einfach als kleinster gemeinsamer Nenner zwischen der Apple und Linux Welt. Nach der Installation verhält sich der kleine jetzt wie jeder andere Linux Server. OpenVPN, Samba, Mediatomb, OpenSSH  usw. tun ihre Dienste und mein Heimserver darf endlich wieder mit neuen Features aufwarten. Ich denke damit lassen sich bestimmt weitere 2-3 Jahre locker überstehen!

Der kleine meldet sich nun mit:

$ cat /proc/cpuinfo
processor       : 0
cpu             : 7447A, altivec supported
clock           : 1416.666661MHz
revision        : 1.2 (pvr 8003 0102)
bogomips        : 83.24
timebase        : 41620997
platform        : PowerMac
model           : PowerMac10,1
machine         : PowerMac10,1
motherboard     : PowerMac10,1 MacRISC3 Power Macintosh
detected as     : 287 (Mac mini)
pmac flags      : 00000010
L2 cache        : 512K unified
pmac-generation : NewWorld
Memory          : 1024 MB

Die Installation verlief reibungslos. Das einzige was mich etwas verwundert hat ist, dass der Ubuntu Server Installer mich nicht nach der gewünschten IP Konfiguration fragte. Der “Server” hing dann also per DHCP irgendwie im LAN rum und musste nachträglich auf eine statische IP konfiguriert werden. Kleinigkeiten, die lösbar sind. Also absolut zur Nachahmung empfohlen! :)

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Meine IT zu Hause ist ja durchaus gleicher als gleich. Ein PC, 2 Browser. Mit dem einen bekomme ich auf Youtube meistens ein “This video contains content from fuubar. It is no longer available in your country.” und mit dem anderen  Browser kann ich frei gucken und runterladen. Ich will mich ja nicht beschweren, aber Sinn macht das nicht. ;-)

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Immer dieser neumodische Angeberkram! Früher haben wir dafür noch ganz altmodisch unsere Keyboard LEDs genommen, heute nimmt man also die Soundkarte. Nee mal ehrlich, coole Idee! :)

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Zumindest erkennt Microsoft Windows jetzt schon von selbst, dass dieser Explorer gefährlich ist:

Sehr löblich!

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Jetzt mal unter uns Pfarrerstöchter:

Xing: "mein Ubuntu System hat mich knapp 700€ an Technikerkosten gekostet..."

Wenn man bereit ist für sein System richtig Geld auszugeben und warum-auch-immer kein Windows will, wieso dann nicht einfach nen Mac? Dann hat man ein Unix, die Macht der Open-Source Welt und (wenn man mehr Geld ausgeben möchte) dazu noch alle Produkte der kommerziellen Seite.

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Aus der Kategorie ‘Warum brauch man doch gleich diesen angeblich plattformunabhängigen Kram?’:

Install Adobe AIR Linux 1.5 on 64-bit Linux distributions:

64-bit binaries of AIR are not currently available. Running 32-bit AIR on 64-bit systems has not been fully tested. However, we expect 32-bit AIR to run on these systems if they have the required 32-bit libraries and packages installed. (Quelle: http://kb2.adobe.com/cps/408/kb408084.html)

Aber nicht nur Adobe, auch Javascript/Google spielt mit:

    Google Gears for Linux System Requirements:

  • Linux
  • 32-bit OS (64-bit not supported)
  • Firefox 1.5+
  • Chrome for Linux is not supported

Schalten Sie auch demnächst wieder ein wenn es erneut heißt: Linux auf dem Desktop, der schnelle Weg zur Selbstgeißelung.

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Vor ca. einem Jahr verlieh ich meinen Tubestick in die weite Ferne. Als Ersatz habe ich mir irgendwann von Hauppauge den WinTV HVR 900H gekauft. Hauppauge war mir von früher noch bekannt als anständiger Hersteller von DVB-S Karten, also dachte ich nichts falsch machen zu können.

Die mitgelieferten Programme und Treiber sind hoffnungslos veraltet; Treiber besorgt sich Windows7 zum Glück von allein, das reine Betriebsprogramm (Win TV) aber natürlich nicht. Mit dem Stick wird eine Antenne mitgeliefert. Die Sendeantennen für DVB-T sind in Frankfurt auf dem Fernsehturm installiert, den ich vom Arbeitszimmer aus sehen kann. Trotz direkten Sichtkontakt empfängt man mit dem Haupauge Stick sogut wie NIX. Wenn man Glück hat vielleicht 4 Programme, bei schlechtem Wetter und aber auch NUR Nachts manchmall alle. Oder kurz gesagt: Das Ding ist einfach nur unbrauchbar. Ich hab keine Ahnung was an dem Gerät insgesamt Müll ist, der Tubestick war um WELTEN besser! Zum Vergleich: Mit dem Tubestick habe ich immer alle 22 Programme einwandfrei reinbekommen.

Also Hauppauge, woran liegts und habt ihr ein Geld-Zurück-Programm, damit ich dieses wertlose Stück Hardware wieder loswerde? Ich bin furchtbar enttäusch von euch.

Nachtrag: Die Hauppauge WinTV HVR 900H ist auf aktuellen Linuxen auch komplett nicht mehr lauffähig! Hauppauge scheint die nötige Firmware nicht zu entwickeln und ältere Hacks sind auf aktuellen Kerneln nicht mehr lauffähig. FINGER WEG VON DIESER HARDWARE! Gibts noch fähige Hersteller auf der Welt?

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Auf meiner größeren Festplatte habe ich etwas Platz gelassen – ungefähr 100GB. Die sind dazu da, um mit anderen Betriebssystemen neben Windows7 rumzuspielen. Es gibt einfach Dinge, die macht man nicht unter Windows.  Als Vorbereitung für eine Demo sollte es also ein Ubuntu 10.04 Desktop LTS (64bit) sein, kann doch jeder!

Als erstes fällt mir auf, dass die Install CD ewig braucht, um zu laden. Mittlerweile muss man wohl ein ganzes Framework an X und irgend einen WindowManager laden, um einen absehnlichen Installer zu haben. Gut Ding will Weile haben, is ja gut. Und ansehnlich? Über Geschmack lässt sich bekanntlich ja nicht streiten, aber dieses Lila-DING was dann kommt, ist wohl nicht gerade die Arbeit eines gut bezahlten Designers. Genauso nicht, wie die Buttons “Zurück” und “Vor”. Leute, entweder “Vorwärts” oder in für alle Verständlich: Weiter.

Die Installation scheitert dann auch relativ schnell daran, dass der Installer die freie Partition (bzw. den freien Bereich) auf meiner Festplatte gar nicht erkennt. Genau genommen meint er, da wären nur 134MB mit NTFS benutzt, ob ich den restlichen Terabyte für Ubuntu formieren wolle…

Will ich natürlich nicht, irgendwie häng ich ja an meinen Daten. Also auf Abbrechen gedrückt und schwupps, ist man in der Live Version von Ubuntu, da X ja schon komplett geladen ist, auch fast Instant. :) Ironischerweise bekomm ich dort meine NTFS Partition direkt angeboten:

Irgendwas scheint also zu gehen, aber dieses Irgendwas scheint etwas anderes zu sein als das Installer *IRGENDWAS*.  Das Problem ist natürlich das Vieh vor dem Monitor, welches völlig unsozial gegenüber Ubuntu Dinge unter Windows7 angerichtet hat. Sicherlich kenne ich einen Weg um das Problem zu lösen, es sind ja nur 80gig in use.  Ich will aber nicht, weil mich sowas nervt. Ich frage mich was man an dieser Stelle als unbeholfener Anwender tut. Ich rate jetzt mal ins Blaue: Aufgeben?

Consumer Ready Desktop? War es nie, wird es nie werden. Nicht ohne die Hilfe von Profis, die aber nur den Linux Unterbau für ihre ‘WebOS’  oder Handy-Träume haben wollen, aber absolut NICHTS von Ubuntu. An Ubuntu zu scheitern ist absolut keine Schande, wirklich nicht. Und da man Windows nicht schlagen kann, gibts ja noch WUBI – das ist quasi Linux, nur mit ein paar Lagen Kondomen. Nicht ganz das Wahre, aber irgendwie besser als nix -  man will ja schliesslich mitspielen und vor allem mitreden können.

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Ein eigener Root Server hat seine Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist das Thema Backup, denn die auf dem Server abgelegten Daten sind unter Umständen sehr wichtig. Mails, Datenbanken, ganze Web-Präsenzen oder gar persönliche Daten, die in virtuellen Arbeitsumgebungen gespeichert wurden, sind Daten, die man im Ernstfall wieder haben möchte.

Wer mit seinem Root Server eine Backup-Möglichkeit geliefert bekommt, sollte diese als tunlichst auch benutzen – bequemer geht es nicht. Bei Strato kann man z.B. extra Platz für Backups auf einem FTP Server für 4,99EUR monatlich dazu buchen.

Eine andere Möglichkeit ist es die Angebote der Web2.0 Ära zu benutzen und seine Backups in die “Cloud” auszulagern. Daten, die einmal irgendwo im Internet zwischengespeichert wurden, sind auch zu jeder Zeit wieder von überall abrufbar. Recovery von wichtigen Daten ist damit also von überall möglich, sogar vom Handy.

Ich habe mich dazu entschieden meine Backups bei Dropbox auszulagern. Dropbox ist ein Internet-Service, der es ermöglicht Dateien über  mehreren Endgeräte zu synchronisieren. Dazu bedarf es lediglich dem Dropbox Client, den man auf den Endgeräten installieren muss. Dropbox gibt es für Windows, Linux, MacOS oder auch iPhones/iPods. Als kostenloser Benutzer bekommt man 2GB Speicherplatz zur freien Benutzung – für mich für den Anfang mehr als genug.

Backup in the cloud hat allerdings den faden Beigeschmack der Datensicherheit. Lege ich meine Daten ins Internet oder gebe sie einen fremden Anbieter, weiß ich nicht was mit diesen Daten passiert. Bevor ich meine sehr persönlichen Daten also irgendwo in die Wolke lege, sorge ich dafür, dass diese Verschlüsselt werden.

Wie sieht ein Backup auf Dropbox aus:

  • Backupuser anlegen
  • Dropbox für diesen User installieren (CLI)
  • die Maschine an den Dropbox User binden
  • GPG Schlüssel erzeugen, mit denen die Backup-Container verschlüsselt werden

Am Ende sorgt ein entsprechendes Script dafür, dass die Backup-Daten mit den richtigen User-Rechten verschlüsselt im Dropbox Verzeichnis abgelegt werden. Im Hintergrund wandert das Backup dann in die Cloud.

Wer keinen anständigen Storage mit brauchbaren Snapshot-Möglichkeiten hat, muss sich in der tollen neuen Web-Welt nur zu helfen wissen. Wer mehr als die freien 2GB Speicherplatz bei Dropbox benötigt, kann mehr Speicherplatz nachkaufen. Anstatt Dropbox könnte man natürlich auch andere Produkte wie zum Beispiel Statos HiDrive benutzen.

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