Category Archives: Sysadmin

OPEDFOY, November 9th, 2011

one picture, each day, for one year: November 9th, 2011

Garantiegeltentmachung #2

Mein neues Hobby: eMails mit Intel austauschen. Bei Intel ist man natürlich der Meinung, dass der Kunde ein Idiot ist und nicht weiß was er tut. Dem schließe ich mich natürlich gern an, aber nach 1 1/2 Wochen Problembeschreibung und Toolversuchen würde ich jetzt doch ganz gern mal die vereinbarte Garantie in Anspruch nehmen.

Wir sind jetzt im Stadium Screenshots mit Kamera schießen, ole! Kunde sein und Dienstleistungsgesellschaft und das noch in Deutschland, immer wieder schwierig. Bis jetzt war ich von Intel ja immer überzeugt, aber es lässt grad arg nach.

OPEDFOY, November 3rd, 2011

one picture, each day, for one year: November 3rd, 2011

Garantiegeltentmachung

Ich muss bei Intel beweisen, dass die von mir diagnostizierte tote SSD tatsächlich kaputt ist. Dafür hätten sie gern einen Screenshot ihres eigenen Tools. Blöderweise weigert sich Windows mit der defekten Platte zu booten, weshalb ich mir seit 15min diesen schönen Bildschirm angucken darf.

Nicht schön, INTEL!

OPEDFOY, November 2nd, 2011

one picture, each day, for one year: November 2nd, 2011

SNWEurope, Day 1

SNWEurope, der Stand mit der größten Augenkrebs-Gefahr wird dieses Jahr gestellt von: Datacore.

OPEDFOY, September, 27th 2011

one picture, each day, for one year: September, 27th 2011

Wifi, for everyone!

Brocade Access Point betankung, jeweils nur 1 Kabel dank Power over Ethernet, sehr praktisch!

Neuer Monitor? ROI Betrachung (Updated)

Als es noch modern war jegliche Neuanschaffung mit GreenIT zu begründen, fingen auch IT Entscheider an sich darüber Gedanken zu machen wie hoch die Betriebskosten von Gerätschaften sind. Leider hat es sich bis heute noch immer nicht rumgesprochen, dass diese Betrachtungen essentiell sein sollten, weshalb gute Hersteller und Vertriebler immer öfter eine so genannte ROI Betrachtung zum Angebot mitliefern. ROI steht für Return on Investment und beschreibt vereinfacht ausgedrückt wann eine Investition oder ein (neu)Kauf sich finanziell lohnt, also Gewinn bringt.

Schon länger bevölkern zwei ältere Monitore meinen Schreibtisch, die im Dualbetrieb benutzt werden -  wobei ein Monitor leichte Macken hat. Diese Macken nerven mich aber noch nicht so extrem, dass sich ein Neukauf eines neuen Monitors aufdrängt. Also, was liegt näher als eine ROI Betrachtung zu starten, um rauszufinden wann sich ein neuer, moderner und großer Monitor im Vergleich zu 2 älteren aber kleinen Monitoren rechnet.

Das Ergebnis war … unerwartet. Angenommen ich benutze meine zwei Monitore 3 Stunden am Tag (+21 Stunden Standby) und habe einen Öko-Strompreis von € 0,2296/kWh. Damit kosten mich beide Monitore ungefähr €33,69 im Jahr, zumindest wenn man den Verbrauchswerten des Herstellers glaubt. (gelbe Leiste) Verglichen mit den Verbrauchswerten und Straßenpreisen der von mir rausgesuchten neuen Monitore, rechnet sich ein Neukauf erst nach 7-12 Jahren. (grün)

Monitore halten sich heute ungefähr 3-7 Jahre. Mit halten meine ich sie funktionieren einwandfrei und sind von den Werten wie Auflösung und Größe noch akzeptabel und zeitgemäß. Es gibt also wirtschaftlich keinen sinnvollen Grund die kleinen Macken durch einen Neukauf schönzureden. MIST!

Ein Klick auf die Tabelle führt übrigens zur größeren Version mit mehr Details. Dort kann man auch sehen, dass der Standby-Betrieb der beiden alten Monitore mich ungefähr €5,28 im Jahr kostet, was nicht unerheblich ist. Aber selbst wenn man die alten und den neuen Monitor immer hart ausschaltet und auf den Standby-Betrieb verzichtet, ändert sich an den ROI Zahlen kaum etwas.

Neues Samsung Spielzeug

Etwas RAM, ein wenig SSD, ein großer 6 Zellen Akku und ein älteres DELL Notebook geht wieder ab wie Schmitts Katze.

Samsung SSD

Ja wattn jetz?

Netzfreiheit und Netzneutralität

Der Deutsche Bürger schaut in Sachen Wohlstand und Freiheit ganz gern nach Nord-Amerika. Über den Tellerrand geschaut, ist das Leben dort drüben aber bei weitem nicht immer so frei wie man es sich vorstellt. So macht momentan eine Nachricht die Runde, dass der kanadische Internet-Zugangsanbieter Rogers Verbindungen von World of Warcraft Spielern manipuliert und so den Datenfluss behindert. Kanadische Spieler berichten, dass das Spielen über ‘rogers’ teilweise nahezu unmöglich ist.

Nachdem sich auf eine Beschwerde einer Spielerin nun auch die Regierung einschaltete, kam heraus, dass diese Störungen quasi ein Nebeneffekt sind. Bei kanadischen ISPs ist es nämlich völlig normal, dass die gesamten Daten der Benutzer durch so genannte Deep Packet Inspection Systeme laufen. Diese Systeme machen nichts anderes, als alle Daten der Benutzer auszuwerten um bestimmte Muster zu erkennen. Glaub das System der Benutzer nimmt an Peer2Peer (P2P) Netzwerken teil, wird die Bandbreite des Benutzers gnadenlos gedrosselt.

Peer2Peer Netzwerke wurden Anfangs der 2000er Jahre mehr oder weniger durch Angebote berühmt, die es möglich machten Dateien untereinander dezentral auszutauschen – oder, um es auf den Punkt zu bringen, durch das massenhafte illegale Austauschen von Musikstücken. Allerdings hat sich die Welt weiter entwickelt und Peer2Peer Netzwerke bilden heute die Basis von verschiedensten Anwendungen, wie zum Beispiel Skype oder auch vieler Online Spiele wie World of Warcraft oder LOTRO.

Anders als bei klassischen Download-Angeboten bieten P2P Netzwerke Lieferanten die Möglichkeit die eigenen Server und Internet-Anbindungen zu schonen: Musste man früher noch jeden interessierten Kunden selbst bedienen und Ressourcen für ihn vorhalten, damit der Download für den Endbenutzer akzeptabel schnell von statten geht, setzt man hier heute auf P2P Netzwerke. Damit verteilt man die Last auf alle Endbenutzer, die heute oftmals mit breitbandigen Internet-Anbindungen ausgerüstet sind und sich somit abgesichert über Knebelverträge aka AGBs für Content Lieferanten dazu anbieten kostenlos Inhalte zu verbreiten.

Dabei stoßen 3 Interessengemeinschaften aufeinander, die sich alle nicht ganz grün sind:

  1. Die Internet-Zugangs-Anbieter (ISPs), die ein Interesse daran haben so wenig kosten wie möglich zu verursachen, um den größtmöglichen Gewinn einzufahren. Der ISP versucht durch windige Mittel wie Deep Packet Inspection die User so schonend wie möglich den Spaß am Internet zu vermiesen, bzw. ihn dazu zu erziehen das Internet nur für weniger Last intensive Anwendungen zu benutzen.
  2. Die Content Anbieter, die zwar u.a. gern Musik und Spiele gegen Entgelt bereit stellen, aber zur Gewinnmaximierung so wenig wie möglich Ressourcen vorhalten wollen um den Content zu verteilen. Also versucht der Content Anbieter den anfallenden Traffic durch verschiedenste Mittel wie etwa P2P Netzwerke oder direkte Peerings mit Internet-Anbeitern  an Internetknoten und vielen anderen Wegen  zu minimieren. Blöderweise nutzt er dabei skrupellos auch die dritte Partei aus:
  3. Die Endbenutzer, die um z.B. World of Warcraft spielen zu können, den aktuellen Inhalt über Peer2Peer Netzwerke beziehen müssen. Davon bekommt der Endbenutzer zwar nicht viel mit, da das ein buntes Programm automagisch für ihn erledigt, in der Realität aber lädt dieses Programm aktuelle Spielinhalte im Hintergrund herunter und bietet sie danach anderen Spielern im gleichen Peer2Peer Netzwerk wieder an. Damit sponsort der Spieler also einen Teil seiner Bandbreite, die er dem Internet-Zugangsanbieter bezhalt, wieder anderen Spielern, um (oftmals ungewollt) das Spiel weiter zu verbreiten.

Und so beißen sich alle 3 Parteien in den Schwanz und jeder hackt auf den anderen rum. Ob es das auch in Deutschland gibt? Aber ja, natürlich. Hier tritt das nur noch nicht in dem Ausmaß auf, wie momentan in Kanada. In unseren Handynetzen ist das aber auch heute schon die Normalität. Wer nicht in Ballungszentren lebt  und nicht das Glück hat an einer Stelle zu wohnen, an der DSL verfügbar ist, muss heute auf UMTS Verbindungen von Mobilfunkanbietern zurückgreifen, und auch dort sind ähnliche Mittel wie in Kanada auch hier in Deutschland im Einsatz.

Ich würde sogar behaupten, dass die selben Funktionalitäten auch an Standard DSL Anschlüssel benutzt oder zumindest aktiv getestet werden, sind sie doch das einfachste Mittel, um mehr Umsatz zu erzeugen. Ich persönlich kam das erste mal im Jahre 2001 mit solchen Techniken in Kontakt und fand es erschreckend – heute 2011 wird es kaum besser sein.

Was können und sollten wir daraus lernen? Netzneutralität und Netzfreiheit sind Themen, die uns alle interessieren sollten. Heute trifft es die Spieler, morgen werden unsere Skype Pakete gedrosselt und übermorgen werten sie vielleicht unsere Facebook Zugriffe und eMails aus, um uns bessere zielgerichtete Angebote machen zu können. Unterstützt  Verbände wie den CCC dabei andere Verbände, Parteien und Politiker für solche Thematiken zu sensibilisieren, um aus Deutschland am Ende kein Nord-Amerika zu machen!

Apple Technik, immer ein Stück hinterher

IPv6 Deployment zu Hause fördert zu Tage:

AppleTV:/etc root# ip6conf
Usage:
Start up IPv6 on ALL interfaces: -a
Shut down IPv6 on ALL interfaces: -x
Start up IPv6 on given interface: -u [interface]
Shut down IPv6 on given interface: -d [interface].

AppleTV:/etc root# ip6conf -a
ip6: error attaching en0
ip6: error attaching en1

Offenbar hat man die AppleTV(2)’s um einige Features verkrüppelt und somit der Zukunftsfähigkeit beraubt. Das bedeutet vermutlich nur eins: Bei Apple gibt es aktuell keine Pläne iTunes, den iTunes Store und dementsprechend auch alle IPTV Medieninhalte über IPv6 anzubieten. Wenn ich wetten müsste, würde ich auf DRM Problematiken tippen.

Trotzdem: Bis auf das eine Apfel-Gerät sind sonst alle netzwerkfähigen Geräte inkl. Handys zu Hause IPv6 ready und nun damit auch unterwegs. Are you IPv6 ready?

Webcam Zeitraffer, Bauanleitung

Mit ein paar Hausmitteln kann sich jeder so eine Webcam-Zeitraffer-Aufnahme zu Hause selbst bauen. Zutatenliste:

· Einen ausgemusterten Mac Mini: Der hier ist ein Mac Mini der ersten Generation, quasi der Urgroßvater aller Mac Minis, aus dem Jahre 2005. Das Gerät ist aufgrund der schmalbrüstigen CPU und Gesamtleistung heute kaum noch ernsthaft einsetzbar, als Heimserver jedoch, ist er unschlagbar!

· Eine Portion handelsübliches Linux: Der Mac Mini da oben läuft mit Ubuntu Linux statt mit Apples Mac OS. Mehr dazu, beschrieb ich damals hier.

· Eine stinknormale Webcam: Bei mir ist es eine Logitech Pro 9000, die einfach an einen USB Port des Mac Minis gesteckt wird. Linux erkennt das Gerät völlig Automagisch und macht es über /dev/video0 im System verfügbar.

Den Rest erledigen die folgenden fertige Programme für mich:

  • fswebcam (apt-get install fswebcam)
  • crontab (um das ganze Zeitlich zu steuern)
  • mencoder (der Encoder von mplayer, apt-get install mencoder)
  • Standard GNU binaries wie date und cp

Das folgende Shell-Script schiesst mir ein aktuelles Bild der Webcam und bewegt das letzte alte Bild ins Archiv:

#!/bin/sh
DATE=`date +”%s-%Y-%m-%d_%H-%M”`

## move old picture to archive
/bin/cp /var/www/cam/capture-latest.jpg /var/www/cam/archive/$DATE-capture.jpg

/usr/bin/fswebcam -q -F 10 –skip 9 -d /dev/video0 -r 1280×720 –jpeg -1 /var/www/cam/capture-latest.jpg

Als Dateiname generiere ich über “date” ein leicht sortierbares Ergebnis: Die einzelnen Dateien haben das Format <unix-timestamp>-Jahr-Monat-Tag_Stunde_Minute-capture.jpg. Da die Unix Zeit ein einfacher Zähler der Sekunden seit 1970  ist, kann man so seine Fotos effektiv sortieren oder weiterverarbeiten. Zum Spaß lasse ich die Dateien in das Verzeichnis des Webservers ablegen – so kann ich von überall schauen ob zu Hause die Welt noch vorhanden oder schon untergegangen ist. Ein zweites Script rotiert mir die Dateien dann geordnet nach Jahr/Monat/Tag in die jeweiligen Verzeichnisse.

fswebcam ist ein nützliches Programm, was mir das Bild von der Webcam abholt. Als Optionen benutze ich -q (für Quiet) -F 10 (schiesse 10 Frames/Bilder) –skip 9 (werfe die ersten 9 davon weg) -d /dev/video0 (vom Gerät /dev/video0, der Webcam) -r 1280×720 (die Auflösung des Bildes) –jpeg -1 (Kompressionsfaktor des Bildes, -1 automagie).

10 Bilder deshalb, weil die Kamera für Autofokus und Anpassung an die Lichtverhältnisse etwas Zeit braucht, vor allem bei den wechselnden Lichtverhältnissen. Deshalb fliegen auch die ersten 9 Bilder direkt wieder weg. fswebcam könnte man auch ohne Crontab dauerhaft laufen lassen, allerdings fand ich persönlich diesen Weg für meinen Zweck besser.

Zu guter Letzt müssen aus den vielen Bildern nur noch bewegte Bilder werden. Dazu bediene ich mich des Tools mencoder:

mencoder “mf://~/cam/archive/*.jpg” -mf fps=10 -o ~/webcam-current.avi -ovc lavc -lavcopts vcodec=msmpeg4v2:vbitrate=800

Mencoder wird hier angewiesen als Quelle alle JPEG Bilder im Heimatverzeichnis  zu benutzen und daraus ein MPEG4 Video im AVI Container mit 10 Frames/Sekunde zu erstellen; ein anderes Beispiel findet man in der manpage.

Das Endergebnis habe ich dann bei Vimeo hochgeladen – natürlich könnte man auch Youtube benutzen oder es selbst hosten. Letzteres ist aber vor allem durch die üblichen Unterschiede zwischen Browsern und den unterstützten Formaten so eine Sache – Vimeo ist der einfachere Weg. Viel Spaß beim Nachmachen!