Archive for the “Meine Meinung” Category
Seit über 5 Jahren spiele ich nun World of Warcraft. Was hab ich nicht alles erlebt und erreicht, in diesem Spiel. Ich habe Gilden geleitet, den Class-Leader gegeben, Leuten das Spielen beigebracht, Schlachtzüge angeführt sowie geplant, den Maintank gegeben uvm., und das über Jahre hinweg. Es war mir eine Ehre mit einigen der Leute, die konstant über die Jahre daran mitgewirkt haben, zusammen zu spielen oder gar zu ‘arbeiten’. Wir haben zusammen sehr viel erreicht, einige Krisen überstanden und bis heute noch jeden Endboss erledigt.
Mein Abschied fällt mir nicht unbedingt leicht, denn es gibt da noch eine offene Rechnung mit dem Lichking. Die aktuelle Situation im Spiel allerdings macht es mir einfacher zu gehen. Blizzard (der Hersteller des Spiels) hat in meinen Augen in den letzten Monaten etwas sehr falsch gemacht. Es ist nicht wie oft zu lesen der Wechsel hin zu einem mehr Casual-Player freundlichen Spiel – vielmehr ist es der Verfall der Werte, die das Spiel momentan kaputt machen.
Früher musste man für sein Fortschreiten im Spiel richtig was tun. Wer weiter kommen wollte, musste dafür arbeiten, schon ein wenig so wie im wahren Leben. Doch dann beschloss Blizzard das Spiel zu erleichtern, vor allem für die, die neu einsteigen und schnell Anschluss finden wollen oder gar müssen. Denn wer Anschluss sucht, braucht in diesem Spiel eine gewisse Grundausrüstung, ohne die es einfach nicht geht. Kurz gesagt bedeutet das, dass die Ausrüstungsgegenstände mittlerweile nichts mehr wert sind und jedem hinterhergeworfen werden.
Das allein ist nicht unbedingt negativ, für Nachwuchs-Spieler ist es sogar optimal. Da der Mensch aber immer den Weg des geringsten Widerstands geht, hat sich eine Parallel-Welt gebildet. Eine Welt, in der langjährige Spieler zu Schmarotzern werden. Das neue System wird nun dazu ausgenutzt um Twinks (alternative zweit- oder Drittcharaktäre) so schnell wie nur möglich auszustatten und auf einen Stand zu bringen, um damit Anerkennung zu bekommen, die man im Zweifel nicht verdient hat.
Resultierend daraus wurde es immer schwieiriger anständige Leute zu rekrutieren, die gemeinsam für eine Sache kämpfen. Keiner mag mehr wirklich für seine Erfolge arbeiten, jeder möchte nur noch so schnell wie möglich das Zeug hinterhergeworfen bekommen – es gibt keine festen Bindungen mehr. Diese festen Bindungen mit echten Zielen sind es aber, die man braucht um gemeinsam etwas zu erreichen. Denn nur wer ein Ziel hat, wird auch dafür Arbeiten und Kämpfen!
Es wird also Zeit mich von World of Warcraft zu verabschieden. Zumindest oder vielleicht bis zum nächsten Addon, was die Leute hoffentlich wieder ermutigt gemeinsam etwas zu erreichen. So long!
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Was mich in der letzten Zeit so richtig stört, sind diese mordernen Wegelagerer. Man ahnt nichts schlimmes und wird beim einkaufen spontan blöd und laut von der Seite angemotzt:
“SO DER HERR, DARF ICH IHNEN DIE BRILLE PUTZEN?”
Nein, darfst du nicht. Lass meine Brille in Ruhe, schrei mich nicht an und geh nach Hause, dann bist du wenigstens von der Straße weg! Natürlich denk ich mir das nur und sag freundlich nein. Nicht weniger schlimm aber weitaus aufdringlicher sind diese militanten Tierschützer, direkt vor dem Eingang von Geschäften:
Er: “Hätten Sie kurz Zeit für den Tierschutz?”
Ich: “Nein, danke!”
Er: “Es dauert nur 5 Minuten, oder unterstützen Sie etwa Tierquälerei?”
Ja nee, is klar. Erst ungefragt belästigen und dann auch noch von hinten beleidigen? Leute, ihr seid einfach nur abartig. Ich bin froh, dass ihr nicht meine Mitarbeiter seid, ich würde mich für euch schämen! Auf diese Masche bekommt ihr vielleicht EINMALIG das Geld von Menschen die sich von soetwas einschüchtern lassen, aber dann werden Sie euch fröhlich den Stinkefinger zeigen – und das zu recht.
Ich meide ab sofort Läden, die dauerhaft oder kurzfristig von diesen Wegelagerern besetzt sind und hoffe, dass andere das genauso tun. So ein Müll darf sich für Ladenbesitzer nicht lohnen.
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Sehr interessanter Wortfetzen zur Piratenpartei bei der Tagesschau von Jörg Schönenborn (das ist die Schlaftablette, die manchmal den Presseclub moderiert):
Schönenborn: Zum einen wenden sie sich an eine bestimmte Zielgruppe, nämlich junge, besser gebildete Menschen. Das ist eine Gruppe, unter denen es viele Politikinteressierte gibt, die auf dem gegenwärtigen Parteienmarkt nichts finden, was sie gerne wählen wollen. Für diese Zielgruppe gibt es ein Angebotsvakuum. Darüber hinaus ist das Internet als Mobilisierungsmedium bei deutschen Wahlen bisher ein Totalausfall. Und eine Partei, die speziell eine Internetklientel anspricht, hat da natürlich alle Chancen.
Zum einen sehr richtig, zum anderen in meinen Augen aber genau der Grund wieso eine Piratenpartei irgendwo fraglich ist. Grad’ in einer Zeit, in der wir sehen, dass die Demokratie einfach deshalb nicht funktioniert weil sich zwei Menschen — die vom “Volk” gewählt wurden — nicht riechen können, möchte man seine Stimme doch eher sehr sicher platzieren. So viel Vakuum die Piratenpartei auch ausfüllt, so viele Fragezeichen hinterlässt sie meiner Meinung nach aber auch in all den anderen Punkten, die die großen Parteien ganz ordentlich adressieren können. Oder hat da die Piratenpartei z.B. eine Personalie, die ernsthaft den Job eines Finanz- oder Außenministers tragen könnte? (sehr abstrakt, ich weiß)
Klein anfangen muss jeder einmal und verdammt Ja, wir brauchen endlich eine Stimme, die unabhängig von der großen Wirtschaft und Kartellen zum Internet und dem Urheberrecht gefragt werden kann! Überzeugt mich und ich unterstütze euch. Und liebe Presseheinis… lasst doch bitte endlich diese dämlichen NS Vergleiche weg. Wenn euch nix einfällt, geht ins Freibad nachdenken. Furchtbar sowas.
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Ich frage mich ja wieso viele Verlage jammern, dass die alten Kunden keine Zeitungen mehr kaufen. In einer Zeit, in der man Nachrichten dann haben möchte, wenn man Zeit dafür hat und im Zweifel dann so aktuell wie möglich, ist es Fatal auf den Quark von gestern zu setzen und diesen auf tote Bäume zu drucken.
Sicherlich, damals, als Fernsehen und Internet noch nicht so verbreitet waren, hatten Zeitungen ihren Vorteil. Es gab ja schliesslich nichts anderes, um sich über das zu informieren, was um einen herum passierte. In der jetzigen Zeit, in der quasi jeder Zugriff auf das Internet hat bzw. haben könnte, finde ich Nachrichten von gestern aber einfach nur hoffnungslos veraltet. Eine Zeitung kann niemals aktuell sein und hinkt ihrer Zeit bzw. ihrer Aktualität hinterher.
Gute Zeitungen (sofern man sie dann so noch nennen kann) verstehen es meiner Meinung nach ihre Informationen aktuell im Internet anzubieten oder fungieren als Agentur um Meldungen im Fernsehen zu verbreiten. Ich denke die Leute, die gestern noch eine Zeitung kauften, sind auch heute sicherlich noch gewillt für eine Summe von z.B. 10 Euro ein Internet-Abo zu kaufen um auf aktuelle Nachrichten und vergangene Meldungen zuzugreifen. Und ja, ich meine ein festes Abo, nicht etwa eine Seite zugepflastert mit Werbung, die den Inhalt des Online-Angebots diktiert und vor allem optisch zerstört. Ich finde in gute Online-Zeitungen gehören auch keine zugekauften Dritt-Angebote und Portale, die alles nur aufblähen und die Inhalte abwerten.
Natürlich würden findige Internet-Benutzer die gewollten Informationen auch woanders kostenlos finden, keine Frage. Ich denke aber, dass die Leute, die nach Qualitätsjournalismus suchen und ordentliche Texte lesen möchten, auch die sind, die am Ende ein e-paper abonieren oder einzelne Artikel nachkaufen. Im Web kann man nebenbei zusätzlich all die Zusatzinformationen anbieten, die man in einer Zeitung nicht unterbringen kann: weitere Fotos, mehr Details, bewegte Bilder uvm.
Portale wie arcor.de, web.de usw. mögen im ersten Moment zwar wie Konkurrenten wirken, aber eigentlich sollten genau solche Seiten es sein, die eure Artikel vermarkten und in die Welt tragen. Ich für meinen Teil würde z.B. nie auf die Idee kommen nach aktuellen und inhaltlich brauchbaren Nachrichten auf solchen Seiten zu suchen – damit andere genauso denken, müsst ihr allerdings endlich für Awareness sorgen!
Es ist in meinen Augen der falsche Weg sich darüber zu beklagen, dass die ehemaligen Kunden keine veralteten Informationen auf toten Bäumen mehr kaufen. Es liegt schlicht an euch Verleger von alten Sitten loszulassen und in neue Ufer auzubrechen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Ihr habt die fähigen Leute, die sich in der Kunst der Sprache und des recherchieren verstehen. Spart nicht an ihnen und setzt sie auf die Straße, sondern nutzt deren Möglichkeiten um ein ordentliches Online-Angebot auf die Beine zu stellen. Eine Investition in die eigene Mannschaft und deren Ausbildung in eine Online-Welt wird sich auf kurz oder lang eher auszahlen als Heute das Internet und deren Möglichkeiten zu verpassen. Also hört auf zu jammern! Der Zug ist fast schon abgefahren – und er wird nicht wieder zurück kommen.
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