Auf Arbeit trage ich oft/meist ein Schlüsselband – oder neusprech “Lanyard” – mit meiner Zugangskarte dran. Das hat verschiedene Vorteile: Erstens ich vergesse diese blöde Karte nicht, zweitens kann ich mich damit einfach ausweisen und drittens verliert man die Karte damit nicht so schnell wie mit diesen Hosenclips.
Manchmal kommt es vor, dass ich selbst nach Feierabend dieses Schlüsselband noch trage, einfach weil ich vergesse es abzunehmen. Und so kam es, dass ich kürzlich durch die Stadt damit irrte. Im Kaufhaus passierte es dann… “Entschuldigen Sie vielmals, aber arbeiten Sie bei Arcor?”, fragte mich eine junge Frau mit Kind und schaute mich fragend an.
In Deutschland tendieren Firmen leider dazu Kunden zu hassen und abstoßend zu behandeln – ganz nach dem Motto: Das Leben könnte so schön sein, wenn nur die blöden Kunden nicht wären. Ich persönlich hasse so etwas und wie Kunden darauf reagieren, kann man zum Beispiel bei Volker Weber nachlesen. Schlechter Umgang mit Kunden fängt für mich bei kostenpflichtigen und schwer erreichbaren Service(ruf)nummern an und hört bei unmotivierten bis unfreundlichen Mitarbeitern mit Kundenkontakt auf. Liebe Gewerbetreibende … wenn ihr nicht wollt, lasst es doch einfach!
Zum Glück hat man als Kunde in Deutschland die Möglichkeit zwischen mehreren Anbietern auszuwählen. Persönlich empfinde ich es als Ehrensache, dass der Kunde sich wohlfühlt, auch wenn ich nie im Kundenservice oder Support gearbeitet habe – das gehört sich einfach so! Und die Frau im Kaufhaus? Ich gab mich als Mitarbeiter zu erkennen, schrieb mir ihre Daten auf und klärte ihr Anliegen mit unserer internen Serviceabteilung. Mit etwas Glüc k habe ich dafür gesorgt, dass sie auch in 2 Jahren nach Ablauf ihres Vertrags bei Arcor bleibt und genau das ist es doch, was man als Firma haben möchte: Langzeitbindung zufriedener Kunden. Oder nicht?
Weiter gehts mit Musik. (danke Torsten :P)
Zwischenrufe / Quark